Newsletter April 2020

Newsletter April 2020

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ein Recht auf Homeoffice, fehlt Ihnen das wirklich? Mir nicht und nach Tag 29 in Selbigem sowieso nicht. Homeoffice ist ein ziemlich zweischneidiges Schwert, dem Einen nutzt es, dem Anderen nicht, und das Für und Wider ist da keinesfalls mit jeweils der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite zwingend verknüpft. Für uns ist die Möglichkeit zum Homeoffice für beide Seiten Mittel zum Zweck. Ein Entweder/Oder ist dagegen meistens weder für Arbeitnehmer noch für Arbeitgeber das Mittel der Wahl. In die Zukunft gedacht glaube ich allerdings, dass Vielen die Möglichkeit um das Homeoffice als sinnvolles Vehikel der Arbeitsorganisation nicht nur aus Effizienzgründen ans Herz wachsen dürfte. Homeoffice macht nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber flexibel und kann helfen, Kosten auf beiden Seiten zu sparen und Fahrzeiten zu vermeiden, aber manchmal passt es auch einfach nicht.

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen auf Dreh- oder Schaukelstuhl,

 
 

Ihr

Andreas Grunow
Leiter Unternehmensberatung

 
 

Anbieterunabhängige Digitalisierungsberatung

Wohnungsunternehmen nutzen zunehmend die Möglichkeiten der Digitalisierung, um ihre Unternehmensorganisation zu optimieren. Entsprechend haben wir unsere Kompetenzen und bewährten Produkte weiterentwickelt und unterstützen Sie anbieterunabhängig ab sofort bei der Entwicklung eines Digitalisierungsfahrplans und bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.    

Zu Beginn dieses Jahres haben wir in Eigenregie eine Branchenstudie zur Digitalisierung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft erarbeitet. In unserem Februar-Newsletter berichteten wir über die Ergebnisse der dazu durchgeführten Online-Umfrage. Die Ergebnisse unserer Branchenstudie flossen unmittelbar in die Entwicklung unserer Produktgruppe Digitalisierungsberatung ein. 

Mit unserem Digitalisierungsfahrplan kommen Sie ohne Umwege an Ihr Ziel! Ausgehend vom analysierten IST-Stand definieren wir gemeinsam mit Ihnen die mit Hilfe der Digitalisierung zu erreichenden Zielstellungen. Mittels Kosten-Nutzen-Analysen leiten wir geeignete Maßnahmen ab und bringen diese in eine optimale Umsetzungsreihenfolge.

Informieren Sie sich in unserem knapp 20-minütigen WEBinar »Digitalisierung-Klarer Plan statt komplexer Strategie«

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen steht und fällt mit deren Akzeptanz durch die Mitarbeiter. Die unter Einbeziehung der Mitarbeiter erfolgte Aufnahme der IST-Prozesse bildet die Grundlage, um Ihre IT-technischen und prozessualen Anforderungen an die neu zu implementierenden digitalen Technologien zu formulieren und diese mit den Anbietern abzustimmen. Die anschließende Definition und Dokumentation der digitalisierten Prozesse verhilft den Mitarbeitern schnell zu ersten Erfolgserlebnissen. Die neuen Technologien sind damit von Anfang an produktiv.

Mehr dazu hören und sehen Sie in unserem knapp 20-minütigen WEBinar »Digitalisierung von Geschäftsprozessen«

Ob Digitalisierungsfahrplan oder Digitalisierung von Geschäftsprozessen – unsere Leistungen haben wir nach dem Baukastenprinzip konsequent modular aufgebaut und können Ihnen daher maßgeschneiderte Lösungen zur effektiven Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung anbieten. 

Sie möchten mehr erfahren? Dann sprechen Sie uns an.

 Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Michaelis
+49 30 26006 205
christian.michaelis@bbt-bmbh.net

Foto Christian Michaelis
 

Neues avestrategy-Release 3.85

Kann man bei einem Software-Update anhand des Versionssprungs den Umfang der Änderung ablesen? Im Fall unseres avestrategy-Release 3.85 zählen wir zwar nur 5 Nummern weiter – von 3.80 auf 3.85 – diese enthalten jedoch viele Neuerungen für unsere Kunden.

Im November 2019 haben wir unsere Kunden gefragt, welche Erweiterungen und Ergänzungen sie sich in avestrategy wünschen. Dabei wurden vielfach Ist-Kennzahlen sowie die Kapitalflussrechnung nach DRS21 oder die einfachere Ableitung der Ist-Liquidität genannt.

Voilà! Bereits ein halbes Jahr später ist es soweit.

Mit unserem neuen Release haben wir unsere Unternehmenskennzahlen komplett überarbeitet und um Ist-Kennzahlen ergänzt. Unseren Kunden stehen nun sowohl Stichtagskennzahlen zum Monatsende als auch Durchschnitts-Kennzahlen zur Verfügung. Die jeweils zugehörigen Ist-Kennzahlen ergeben sich automatisch mit der Kontenzuordnung aus Bilanz, GuV und Liquidität.

In unserer neuen Kapitalflussrechnung wird der Cashflow aus Geschäftstätigkeit nun indirekt aus Bilanz und GuV abgeleitet. Die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach Maßgabe der DRS 21 weiterhin direkt aus der Liquidität übernommen. Mit der Ergänzung um Ist-Daten ergibt sich die Ist-Liquidität für die Geschäftstätigkeit ebenfalls automatisch aus der Kontenzuordnung der GuV und Bilanz. Lediglich für Geschäftsvorfälle der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit müssen Kontenzuordnungen auf der Ebene der Liquiditätsbetrachtung ergänzt werden.

Darüber hinaus haben wir unsere Betriebskosten um einen zweiten Abrechnungsstichtag erweitert. Damit ist es möglich, je Objekt den jeweiligen Monat für die Abrechnung der warmen bzw. kalten Betriebskosten festzulegen.

Objektbewertungen mittels standardisiertem Rechenalgorithmus vorzunehmen ist nicht schwer. Die Herausforderung liegt jedoch darin, belastbare Parameter für die Ermittlung von Ertrags-, Beleihungs- oder DCF-Werten bereitzustellen. Neben der Herleitung von bewertungsrelevanten Zinssätzen steht nun auch die Ableitung der Restnutzungsdauer für unsere Kunden im Modul Wertsensitivität zur Verfügung. Dabei können sie zwischen einem individuellen Zu- und Abschlagssystem und der Ermittlung in Orientierung am Modell zur Ableitung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer – Anlage 4 der Sachwertrichtlinie – wählen.

Daneben enthält das Release viele weitere kleine Neuerungen. Diese können unsere Kunden auch dem Anwenderbereich unserer Homepage entnehmen. Allen Interessenten stellen wir avestrategy natürlich gerne online oder hoffentlich bald auch wieder persönlich vor.

Gern stehen wir Ihnen zu allen Fragen zum Release und darüber hinaus zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist

Romina Bornstein
+49 30 26006-202
romina.bornstein@bbt-gmbh.net

Foto Romina Bornstein
 

Die richtige Entscheidung dank transparenter Investitionsrechnung

Neubau, Komplettsanierung oder Verkauf- regelmäßig werden Unternehmen mit Investitionsentscheidungen konfrontiert. Da diese oftmals mit einem hohen Kapitaleinsatz einhergehen und keine Bauchentscheidung sein sollten, bedürfen sie im Vorfeld einer transparenten Wirtschaftlichkeitsberechnung, um vor Fehlentscheidungen zu schützen und die Liquidität zu wahren. 

Auch die Gemeinde Dallgow-Döberitz steht derzeit vor einer wichtigen Investitionsentscheidung eines in der Gemeinde befindlichen Grundstücks, das es im Rahmen des kommunalen Auftrages neu zu projektieren gilt. Mit Hilfe dynamischer Investitionsrechnung wird die BBT GmbH die Gemeinde bei der Entscheidungsfindung der richtigen Investitionsstrategie fachlich beraten und unterstützen. 

Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Handlungsempfehlungen wird sich der dynamischen Investitionsrechnung bedient. Mit Hilfe des Vollständigen Finanzplanes (VoFi) erarbeitet die BBT GmbH eine Vergleichsrechnung, um die Vorteilhaftigkeit der einzelnen Handlungsalternativen einander gegenüberzustellen und anhand verschiedener Kennzahlen mit einander zu vergleichen. Die erarbeiteten Ergebnisse werden abschließend in einem Ergebnisbericht von der BBT GmbH präsentiert und unter verschiedenen Gesichtspunkten kritisch betrachtet.

Auch für Unternehmen, deren Tagesgeschäft nicht regelmäßig immobilienwirtschaftliche Entscheidungen fordert, ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage essentiell, um vor Fehlentscheidungen zu schützen. 

Für das Vertrauen und das spannende Projekt danken wir der Gemeinde Dallgow-Döberitz.

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist 

Nele Hartfuß
+49 30 26006-257
nele.hartfuss@bbt-gmbh.net

 

Kontinuität: 15. Stadtumbau-Monitoringbericht wird wieder durch BBT bearbeitet

Seit 15 Jahren unterstützt die BBT GmbH das LBV bei der Erstellung des Monitoringberichts zum Stadtumbau im Land Brandenburg. Jetzt ist der 15. Monitoringbericht 2020, Berichtsjahr 2019 in Vorbereitung, der im Frühjahr 2021 durch das LBV veröffentlicht wird. Als Beobachtungs- und Steuerungsinstrument dient das Monitoring dem Land Brandenburg der Evaluierung des Programms Stadtumbau für die beteiligten Städte und Gemeinden.

Im Jahr 2005 – also vor 15 Jahren – führte das damalige Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung (MIR) – heute Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) – des Landes Brandenburg das jährliche Monitoring zum Bund-Länder-Programm Stadtumbau (STUB) ein. Zuständig ist das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV). Mit dem Stadtumbaumonitoring sollen konkrete Aussagen zur Wirkungsweise und zum Erfolg des Stadtumbauprogramms evaluiert werden.

Ziele des Stadtumbauprogramms im Land Brandenburg sind eine Stärkung der Innenstädte und erhaltenswerten Stadtquartiere durch Aufwertungsmaßnahmen sowie die Stabilisierung der städtischen Wohnungsmärkte durch den Rückbau des Wohnungsüberhangs.

Zum Monitoring und der Analyse der Stadt- und Wohnungsmarktentwicklung werden verschiedene statistische Daten für Städte und Gemeinden, die in das Programm Stadtumbau aufgenommen wurden, sowie der Wohnungswirtschaft ausgewertet.

Für die Analyse der Entwicklung im Bereich der Wohnungswirtshaft wird die jährliche Statistik des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) zugrunde gelegt. Insbesondere die Veränderungen des Wohnungsbestandes innerhalb der organisierten Wohnungswirtschaft durch Neubau/Zukauf aber auch aufgrund von Rückbau und Abriss sind Basis für das Stadtumbaumonitoring. 

Als Tochterunternehmen des BBU übernimmt die BBT GmbH seit Einführung des Stadtumbaumonitorings in Brandenburg regelmäßig die Aufbereitung der durch den BBU bereitgestellten Wohnungsbestandsdaten der Wohnungsunternehmen und stellt diese dem LBV zusammengefasst je Programmstadt zur Verfügung. Die Daten für das Berichtsjahr 2019 werden aktuell ausgewertet und bilden eine Grundlage für den Monitoringbericht 2020.

Monitoringberichte zum Stadtumbau im Land Brandenburg sowie weitere Informationen und Ergebnisse zum Thema Stadtumbau bietet die Homepage des LBV. (http://www.lbv.brandenburg.de).

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer
 

Gewoba Bremen beauftragt BBT mit der Datenerfassung von 1.600 Grundbüchern in die Software avestrategy

Die Gewoba Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen hat die BBT im Zuge der Einführung von avestrategy, der führenden Software für das Kreditportfolio- und Sicherheitenmanagement, mit der Datenersterfassung von rund 1.600 Grundbüchern beauftragt.

Nachdem die Gewoba die Software avestrategy bereits seit einiger Zeit für den Planungs- und Controllingprozess nutzt, entschied sich der Vorstand des kommunalen Unternehmens noch in 2019 für die Erweiterung um das Leistungspaket Beleihungsmanagement. Mittels avestrategy Beleihungsmanager verfolgt der größte Bestandshalter am Standort Bremen das Ziel, seine Besicherungsstruktur erstmals vollständig systemisch aufzunehmen und durch die mit der Software zur Verfügung stehende objektkonkrete Wertermittlung die Besicherungspotenziale im Bestand zu quantifizieren.

Da für den Planungs- und Controllingprozess eine von der Finanzierungs- und Besicherungssicht abweichende Granularität und Objektdefinition erforderlich ist, wurde der Beleihungsmanager als Sekundärsystem neben dem Planungssystem implementiert. Durch systemische Datenüberleitungen aus ERP- und Primärsystem ist gewährleistet, dass sämtliche erforderlichen Stamm-, Bewegungs- und Plandaten in beiden Systemen kongruent gehalten werden.

Die Datenersterfassung der rund 1.600 physischen Grundbücher aus Oldenburg, Bremerhaven und vor allem Bremen erfolgt durch ein Projektteam bestehend aus vier Mitarbeitern der BBT mit bankenspezifischem Track Record. Sie gewährleisten eine professionelle Aufbereitung und Datenaufnahme teilweise komplexer Grundbuch- und Besicherungssachverhalte, die auch Teileigentum und Erbbaurechtsverhältnisse beinhalten.

Nach vollständiger Datenerfassung wird das »gefüllte« System an den Kunden übergeben. Rechtzeitige Schulungen der Gewoba-Mitarbeiter stellen sicher, dass das Wohnungsunternehmen nahtlos produktiv gehen kann.

BBT sagt Danke für ein spannendes Projekt.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Sven Stüwe
+49 30 26006-144
sven.stuewe@bbt-gmbh.net

Sven Stüwe
 

Dienstreisen in Corona-Zeiten: Eine Selbsterfahrung

Der Covid-19 Virus legt ganz Deutschland bzw. die Welt lahm. Je nach Land sind die Regelungen unterschiedlich, mal streng mit echtem Ausgangsverbot (z. B. Frankreich, Spanien, Italien) mal weniger streng (Schweden, USA). In Deutschland besteht seit dem 23. März 2020 der sogenannte Shutdown. Unter anderem sind Urlaubsreisen nicht erlaubt, Schulen, Läden, Sporteinrichtungen, Kultur, Gastronomie und Kinos geschlossen, Kontakte werden auf den jeweiligen Haushalt beschränkt.

In der Branche der Unternehmensberater ist man auf einen Austausch angewiesen. Aktuell lernen wir im Schnellstudium die Möglichkeiten der Digitalisierung (Telefon- und Videokonferenzen). Aber nicht jede Aufgabe kann digital gelöst werden. Über eine Dienstreise zu Corona-Zeiten.

Wir sind seit Mitte Februar mit der Bewertung eines Gewerbe- und Produktionskomplexes in der Westeifel beauftragt. Das heißt Objektbesichtigung zu Corona-Zeiten.

8.30 Uhr: Abfahrt zu Hause. Der Taxifahrer begrüßt mich - etwas unklar, aber wie selbstverständlich - durch seine Gesichtsmaske. Ich bin noch maskenlos, setze sie aber gleich auf. Respektvoller Umgang ist heutzutage angesagt. Wir fahren bei herrlichem Sonnenschein durch die leeren Straßen Berlins.

9.00 Uhr: Hauptbahnhof Berlin. Nur etwa jede vierte Person trägt eine Maske. Es ist eine gespenstische Stimmung, fast alle Läden geschlossen, nur wenige Reisende verirren sich auf den Bahnsteigen. Der Verkäufer am Bäckereistand ist ohne Maske, aber durch das installierte Plexiglas-Fenster geschützt. Den morgendlichen Kaffee trinke ich mit heruntergezogenem Schutz. Geht ja nicht anders!

9.30 Uhr: Im ICE gen Köln. Der Zug ist sehr leer, nur gut 5-7 Personen sitzen je Wagon, überwiegend ohne Maske. Auch der Schaffner prüft die Tickets ohne Maske, aber Kontaktlos. Nach knapp 2 Stunden der erste Zwischenstopp in Hannover, auch hier die Bahnsteige leer, nur wenige steigen aus bzw. ein. Langsam beginnt es an den Ohren zu zwicken und das Atmen fällt durch die Maske schwerer. Bisher habe ich eine Maske nur kurz im Supermarkt getragen, aber noch nicht mehrere Stunden am Stück.

13.30 Uhr: Hauptbahnhof Köln. Es heißt jetzt umsteigen und den Mietwagen abholen. Auch hier am Bahnhof gespenstische Leere, nur wenige tragen eine Maske.

14.00 Uhr: Am Domplatz. Normalerweise sind die Treppenstufen überfüllt, jetzt sitzen hier nur wenige und genießen den Sonnenschein. Masken sind in der Öffentlichkeit in Köln anscheinend noch Tabu, kaum jemand trägt sie. Dies könnte sich am Montag bei Maskenpflicht ändern.

14.30 Uhr: Im Mietwagen geht es auf die Autobahn und weiter Richtung Eifel. Hier zeigt sich ein gewisser Ausflugsverkehr. Auch ich fahre einen Umweg und besuche ein Maar. Alle Parkplätze sind belegt, und ich muss einige Minuten warten, bis einer frei wird. Kein Spaziergänger hat eine Maske auf, aber man hält Abstand.

18.00 Uhr: Das Hotel in Gerolstein. Ich bin der einzige Gast, die Nacht von Sonntag auf Montag ist bekanntlich die schwächste der Woche, aber allein im Hotel? Die Minibar ist gefüllt! Hanglage, Panoramablick bei Sonnenuntergang mit einem Getränk auf dem Balkon.

7.30 Uhr Frühstück. Ich habe den besten Tisch im Gastraum mit Blick ins Tal. Buffet geht nicht, das ist hygienetechnisch aktuell ein no-go. Aber ich bin ja auch allein. Die Hotelangestellte erzählt, dass der Gästerückgang drastisch sei. Alle Urlauber (insbesondere das Ostergeschäft) fehlen und die Businessgäste sind auch spürbar weniger, aber es wird langsam besser.

9.15 Uhr Vorgespräch und Besichtigung. Die Besichtigung der Immobilien erfolgt dann ohne Handschlag, Begrüßung mit dem »Heinsberger Gruß«, Desinfektionsmittel am Eingang. Mit dem Kunden gehen wir alle Gewerbe- und Produktionshallen ab, beide mit Mundschutz, auch alle Angestellten haben Mundschutz. An vielen Stellen hängen Desinfektionsspender. Die Produktion läuft noch normal, es gab noch keinen Corona-Fall.

13.30 Uhr: Nun zurück mit dem Mietwagen gen Köln, wenig Verkehr auf der Bundesstraße, erst kurz vor Köln verstärkt sich der Stadtverkehr.

15.45 Uhr Hauptbahnhof Köln. Am Kölner Hauptbahnhof ist deutlich mehr los als am Sonntag. Immerhin müssen ja viele Pendler mit dem Zug in ihre Heimatorte fahren. Die Maskenquote (ca. 95 %) steigt deutlich an, in Nordrhein-Westfalen besteht Maskenzwang in Geschäften und im ÖPNV. Beim Warten auf den Treppen zum Dom fährt die Polizei vor und trennt freundlich die zu große Gruppe der Obdachlosen, die hier in Ruhe etwas trinken.

16.48 Uhr ICE gen Berlin. Der ICE ist mäßig besetzt, aber voller als am Sonntag, Nun befinden sich 12 bis 15 Personen im Großraumwagen. Mit höherer Maskenquote. Ab Hannover sind fast alle Plätze belegt. Alle Plätze? Nur die gemäß Vorgabe der Bahn: Man sitzt am Fenster und hat möglichst eine freie Reihe vor sich. So passen 22 bis 25 in den Großraumwagen.

21.10 Uhr Hauptbahnhof Berlin. Ich bin wieder in Berlin, der Hauptbahnhof ist leer, alle Geschäfte geschlossen, es wirkt trostlos. Zurück fahre ich mit der S- und U-Bahn, hier besteht seit heute Maskenpflicht. Bei meiner Kurz-Recherche stelle ich eine 100prozentige Maskenquote fest. Maske tragen und Abstand halten, geht doch!

Fazit: Meine erste kontaktlose Reise endet. Es bleibt ein seltsames Gefühl. Aber es funktioniert, man hält Abstand, die Mitfahrer sind ebenso entspannt wie der Schaffner. Nur der Austausch fehlt, man sitzt halt zu weit auseinander. Die Maske schützt mich und andere.

Aber, ist das unsere Zukunft? Im Mai und Juni stehen Workshops an, wir werden sehen, ob und in welcher Form diese ablaufen werden.

Es berichtet von der ersten Dienstreise zu Corona-Zeiten: 

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer