Newsletter August 2019

Newsletter August 2019

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

dass für ein Darlehen kaum noch Zinsen verlangt werden, ist fast Normalität. Dass wir bei guter Sicherheit keine Zinsen zahlen, sondern nur noch tilgen müssen, steht wahrscheinlich demnächst an. Dass ein Entleiher Geld für das Entleihen bekommt, ist dann der folgerichtig nächste Schritt – Negativ-Zinsen – konsequent zu Ende gedacht. Das ist ja eigentlich auch angemessen: Wer etwas für einen Dritten sicher verwahrt, das dieser gerade nicht benötigt, z. B. sein Auto im Parkhaus oder den Familienschmuck im Banktresor, wird dafür auch bezahlt. Nicht anders ist es für den, der sein Geld sicher angelegt wissen will. Derjenige, der ein knappes Gut nutzen will – hier die sichere Geldanlagemöglichkeit – ist bereit, dafür auch zu zahlen. Dies brächte auch – konsequent zu Ende gedacht – Entspannung in die aktuelle Regulierungsdiskussion. Einfach das Geschäftsmodell Wohnungswirtschaft auf den Kopf stellen. Der Vermieter bezahlt den Mieter für das Wohnen, und den Umsatz macht das Wohnungsunternehmen mit den Darlehen auf der Passiv-Seite der Bilanz. Schade nur, dass das Modell nicht aufgeht, weil bei negativen Mietzahlung den Banken auch die Beleihungswerte schwinden.

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen.

 
 

Ihr

Andreas Grunow
Leiter Unternehmensberatung

 
 

Wissen, was Ihre Mieter denken – Wir decken auf

In unseren kostenfreien WEBinaren »MehrWissen« stellen wir regelmäßig Produkte und Leistungen der BBT vor. Jedes WEBinar dauert etwa 20 bis 30 Minuten und gibt einen ersten Überblick. Im Anschluss können Sie in einem Feedbackbogen angeben, ob Sie weitere Informationen wünschen – wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Im WEBinar am 13. September »Wissen, was Ihre Mieter denken – so gelingt Ihre Bewohnerbefragung« erhalten Sie Informationen rund um unser Produkt »Bewohnerbefragungen«. Die BBT führt seit vielen Jahren im Auftrag von Wohnungsunternehmen Bewohnerbefragungen durch. Dabei gewährleisten hohe Rücklaufquoten von regelmäßig mehr als 50 % aussagekräftige Ergebnisse.

Zufrieden mit der Wohnung? Umzugspläne? Wie hoch darf die Miete sein? Wie gut ist der Service? Mit einer professionellen Mieterbefragung durch die BBT erfahren Sie, wie Ihre Mieter zu diesen und anderen Fragen stehen.

Im WEBinar werden wir auf folgende Schwerpunkte eingehen:

  • Welche Themen eignen sich für eine Befragung?
  • Digital oder analog?
  • Was sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Bewohnerbefragung?
  • Welche Qualitätsmerkmale zeichnen eine gute Bewohnerbefragung aus?
  • Was ist zu tun, um sehr hohe Rücklaufquoten von über 50 % zu erreichen?

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und Ihre Teilnahme an unserem WEBinar »Wissen, was Ihre Mieter denken – so gelingt Ihre Bewohnerbefragung« am 13. September 2019 um 10 Uhr.

zur Anmeldung

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Michaelis
+49 30 26006-205
christian.michaelis@bbt-gmbh.net

Foto Christian Michaelis
 

Gutachterausschuss Berlin veröffentlicht Immobilienmarktbericht Berlin 2018/2019: Nachlassende Preisdynamik

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte (GAA) in Berlin hat am 15. Juli 2019 den »Immobilienmarktbericht Berlin 2018/2019« veröffentlicht. Demnach ist die Anzahl der Kauffälle gesunken, die Geldumsätze erreichen ein neues Rekordniveau, die Preisanstiege schwächen sich ab und die Bodenrichtwerte steigen weniger dynamisch als in den Vorjahren.

Die Preis- und Umsatzentwicklungen der letzten Jahre weisen teilweise auf einen »überhitzten« Immobilienmarkt hin. Die Berliner Politik sowohl auf Bundesebene (Verschärfung der Mietpreisbremse) als auch auf Berliner Ebene (angekündigter Mietendeckel) versuchen die »Auswüchse« am Immobilienmarkt einzuschränken und ihn wieder in ruhiges Fahrwasser zu lenken. Ob das passt, bleibt abzuwarten. Der vom GAA Berlin veröffentlichte Immobilienmarktbericht spiegelt ein zwiespältiges Bild der Markttrends wider.

Wir haben für Sie die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst:

Die Zahl der Kauffälle ist in 2018 gegenüber 2017 spürbar gesunken, die Zahl geht auf 27.534 im Jahr 2018 zurück (-11 % gegenüber 2017). Der Rückgang ist stärker als in den Jahren 2017 zu 2016 (-6 %).

Zuwächse erzielte nur das Segment unbebaute Grundstücke (1.433 Kauffälle; +7 %), zurück gingen die Zahl der Kauffälle bei bebauten Grundstücken (4.119 Kauffälle; -5 %), beim Wohnungs- und Teileigentum (21.982 Kauffälle; -12 %), Neubegründung von Wohneigentum/Umwandlungen (18.853 Wohneinheiten; -20 %) und Zwangsversteigerungen (163 Fälle; -33 %). 

Teilmarkt unbebaute Grundstücke

Der Teilmarkt des individuellen Wohnungsbaus verzeichnete 2018 mit 776 Kauffällen gegenüber 762 Kauffällen im Vorjahr eine kaum merkliche Zunahme von 2 %. Der Geldumsatz war im Vergleichszeitraum um 32 % auf 301,6 Mio. € angestiegen. Der Flächenumsatz von 66,9 ha im Jahr 2018 war mit -1 % nahezu unverändert. Das Angebot hinkt der Nachfrage deutlich hinterher.

Der Bodenrichtwert für Bauland zur Errichtung von Ein- und Zweifamilienhäusern wurde um rund 20 % angehoben. Starke Erhöhungen mit bis zu 45% erreichen Grundstücke im unteren Bodenrichtwertsegment als Ausdruck einer »Niveauangleichung«. Spitzenwerte werden in Grunewald und Dahlem mit bis zu 2.600 €/m² Grundstücksfläche erzielt.

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen einfachen Wohnlagen in Berlin (Ø 420 €/m²) und einfachen Wohnlagen im sogenannten Speckgürtel (Ø 200 €/m²), aber auch bei mittleren Wohnlagen in Berlin (Ø 650 €/m²) und mittleren Wohnlagen im Speckgürtel (Ø 295 €/m²) sowie bei sehr guten Wohnlagen in Berlin (bis 2.600 €/m²) und sehr guten Wohnlagen im Speckgürtel (Ø 450 €/m²).

Für den Teilmarkt des Wohnbaulandes der geschlossenen Bauweise ist die Zahl der Kauffälle rückläufig (-4 %), der Flächenumsatz verringerte sich um 24 % auf 33,4 ha deutlich, allerdings stieg der Geldumsatz mit 5 % auf 767,9 Mio. €. Auch der Bodenrichtwert für Flächen des Geschosswohnungsbaus wurde um rund 20 % angehoben. Auch hier ist ein stärkerer Anstieg in unteren Bodenrichtwertniveaus zu beobachten. An Standorten wir Moabit und Wedding wurden die Bodenrichtwerte um bis zu 30 % angehoben. Die höchsten Bodenrichtwerte erreichen u. a. Gebiete um die Tor- und Oranienburger Straße mit 8.000 €/m².

Der Teilmarkt Wohnbauland der geschlossenen Bauweise profitiert vor allem vom Bevölkerungszuwachs, der europaweiten Geldpolitik mit Niedrigzinsen, einer positiven wirtschaftlichen Wachstumsentwicklung sowie der steigenden Attraktivität der Stadt. Er konzentriert sich vornehmlich auf den Bereich der Eigentumsmaßnahmen.

Der Teilmarkt der misch- und kerngebietstypischen Nutzungen verzeichnete 2018 mit 11 Kauffällen gegenüber 21 Kauffällen im Vorjahr einen Rückgang der Kauffallzahlen von 48 %. Der Geldumsatz für diesen Teilmarkt ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 63 % von 159,0 Mio. € auf 58,6 Mio. € gesunken. Der Flächenumsatz verringerte sich von 3,9 ha auf jetzt 1,8 ha und war damit um 53 % rückläufig.

Die Bodenwertentwicklung ist im Segment kerngebietstypischer Nutzungen M1 unterschiedlich. Bei weiter zunehmender Nachfrage nach Büroflächen und geringem Angebot mit deutlich steigenden Mieten erhöht sich der Bodenrichtwert um bis zu 45 %.

In Flächen mit Mischgebietscharakter M2 sind Erhöhungen der Bodenrichtwerte auch bis zu 45 % beobachtbar. Allerdings sind deutlich stärkere Anhebungen im unteren Bodenrichtwertniveau und nur geringe Steigerungen im oberen Bodenrichtwertniveau festzustellen.

Auf dem Teilmarkt des Gewerbebaulandes wurde wie in den Vorjahren nur eine geringe Anzahl von Kauffällen registriert. Die Anzahl von 101 Kauffällen für das Jahr 2018 ergibt einen Zuwachs von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Flächenumsatz ist gegenüber dem Vorjahr von 80,3 ha auf 55,4 ha (-31 %) stark rückläufig. Der Geldumsatz ist dagegen um 2 % gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen und liegt bei 357,2 Mio. €.

Aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Büroflächen und des fehlenden innerstädtischen Angebots ergeben sich erhebliche Ausweicheffekte zu den Randlagen im Bereich des S-Bahnrings. So werden z. B. bislang eher schwer zu vermarktende Ladenflächen in Nebenlagen inzwischen vermehrt zu Büroflächen umgenutzt. Der Druck auf die innerstädtischen Gewerbeflächen führte unter Beachtung von Umstrukturierungen und Niveaukorrekturen zu einer zum Teil deutlichen Erhöhung des Bodenrichtwertniveaus.

Zusätzlich ist auch die Nachfrage nach Gewerbeflächen insbesondere für Logistik, Dienstleistung, Light Industry, Gewerbe und Handwerk gestiegen und führt zu Wertsteigerungen der Bodenwerte.

Bebaute Grundstücke

Die Anzahl der Verkäufe bebauter Grundstücke ist um 5 % auf 4.119 (4.326) gesunken. Indessen nahmen der Geldumsatz um 5 % auf 10,94 Mrd. € und der Flächenumsatz um 3 % auf 561 ha leicht zu. Mit einem Anteil von 57 % an der insgesamt umgesetzten Geldmenge bilden die bebauten Grundstücke (inklusive Paketverkäufe) wie üblich den wertrelevant größten Teilmarkt.

Auf dem Teilmarkt der Geschossbauten stellten die Mietwohnhäuser (mit Gewerbeanteil) einschließlich der Paketverkäufe den weitaus größten Marktanteil. Hier wechselten im Jahr 2018 insgesamt 1.038 Grundstücke den Eigentümer. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete dieser Teilmarkt somit einen Rückgang von 9 %.

Der Teilmarkt der reinen Mietwohnhäuser (ohne Gewerbeanteil) erfuhr mit 567 Verkäufen einen nur leichten Rückgang von rund 2 %, während die Zahl der Wohn- und Geschäftshäuser mit 471 Verkäufen um ca. 16 % erneut deutlich zurückging.

Einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnete auch der Teilmarkt der Büro- und Geschäftshäuser mit ca. 20 % nach Kauffällen auf 167 Fälle. Die Geldmenge ist um 12 % auf 2.899,6 Mio. € und der Flächenumsatz um 7 % auf 86,1 ha gesunken.

Bei rund 62 % aller verkauften Eigenheime handelte es sich um freistehende Ein- oder Zweifamilienhäuser. In diesem Teilmarkt zeigte sich weiterhin ein überwiegend gestiegenes Preisniveau mit zum Teil deutlichen Steigerungen in einigen Baujahresgruppen und Wohnlagen. Leichte Rückgänge verzeichneten nur die guten und sehr guten Wohnlagen der Baujahre 1971 bis 1990. Der Durchschnittskaufpreis aller 2018 in Berlin veräußerten freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser lag bei 565.000 €, das sind 3.149 €/m² wertrelevante Geschossfläche.

Der Anteil der Doppelhausgrundstücke am Teilmarkt der Ein- und Zweifamilienhäuser liegt bei rund 21 %. Auch hier stieg das Preisniveau überwiegend an. Leichte Rückgänge von rund 3 % verzeichneten nur die einfachen und mittleren Wohnlagen der Baujahre 1949 bis 1970 und die guten und sehr guten Wohnlagen der Baujahre 1991 bis 2014.

Der Durchschnittskaufpreis aller 2018 in Berlin veräußerten Doppelhaushälften lag bei 451.000 €, das sind 2.955 €/m² wertrelevante Geschossfläche.

Bei Townhäusern (mehrgeschossige Einfamilienhausbebauung in innerstädtischen Lagen bei geschlossener Bauweise) betreffen die Kaufpreise im Jahr 2018 ausschließlich Weiterverkäufe solcher Grundstücke aus den Bezirken Mitte und Prenzlauer Berg. Der Durchschnittskaufpreis aller 2018 in Berlin veräußerten Townhäuser lag bei 2,003 Mio. €.

Einfluss auf den Preis haben beim Segment Wohnungs- und Teileigentum in der Regel die Art, das Alter und die bauliche Ausstattung der Wohnanlage bzw. der Wohnung sowie die qualitative Einstufung des Wohnumfeldes und die Wohnlage. Der Preisanstieg setzte sich in fast allen Marktsegmenten weiter fort. Der Durchschnittskaufpreis (arithmetischer Mittelwert) aller im Jahr 2018 nicht in Paketen veräußerten Eigentumswohnungen lag bei 4.017 €/m² Wohnfläche (+10,8 %). Die mittlere Wohnfläche beträgt 73,39 m².

Das mit durchschnittlich rund 5.989 €/m² Wohnfläche berlinweit höchste Preisniveau wurde im Ortsteil Dahlem ermittelt, das zweithöchste Kaufpreisniveau findet sich im Ortsteil Mitte mit rund 5.776 €/m² Wohnfläche. Der höchste absolute Kaufpreis für eine Eigentumswohnung wurde mit knapp 7,0 Mio. € in unmittelbarer Nähe zum Werderschen Markt erzielt.

Neben Angebot und Nachfrage wird das Preisniveau auf dem Teilmarkt der Erstverkäufe von den Preisen für geeignete Baugrundstücke und den Baupreisen beeinflusst. Der Durchschnittskaufpreis (arithmetischer Mittelwert) aller Erstverkäufe im Jahr 2018 veräußerten Eigentumswohnungen lag bei 5.707 €/m² Wohnfläche (+11,3 %). Der mittlere Durchschnittskaufpreis lag im Jahr 2018 bei 432.816 €.

Weiterverkäufe derartiger Objekte erzielen am Markt allgemein niedrigere Kaufpreise als neu erstelltes und erstmals veräußertes Wohnungseigentum. Dennoch liegen die Kaufpreise erkennbar über denen für vergleichbare umgewandelte Wohnungen. Neben Unterschieden in der Bauausführung, der Ausstattung und dem Pflegezustand der Objekte dürften hierbei die Höhe des Wohngeldes und der Instandhaltungsrücklage die Preisgestaltung beeinflussen. Der Durchschnittskaufpreis (arithmetischer Mittelwert) aller Weiterverkäufe im Jahr 2018 veräußerter Eigentumswohnungen lag bei 3.508 €/m² Wohnfläche (+10,7 %).

Zusammenfassung und Ausblick:

Ob Vorgaben des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung Einflüsse auf die Preise für Baulandflächen des Geschosswohnungsbaus zeigen, kann der Gutachterausschuss bisher nicht erkennen.

Die Zahl der Beurkundungen wird für 2019 als stabil eingestuft.

Festgestellt wird zunehmend ein vorsichtiges Abwarten des Marktes. Insgesamt ist hier eine abgeschwächte Aufwärtsbewegung zu beobachten. Es wird erwartet, dass sich 2019 kaum noch Preissteigerungen ergeben dürften.

Allerdings ist die Wirkung der politischen Vorgaben (Verschärfung der Mietpreisbremse) sowie die Diskussion um die Enteignung in Berlin sowie um den Berliner Mietendeckel eine Unsicherheit, die die Märkte nicht mögen.

Der Immobilienmarkt bleibt spannend.

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte (GAA) in Berlin veröffentlicht jährlich den Immobilienmarktbericht Berlin auf Grundlage der ausgewerteten notariell beurkundeten Kauffälle.

Der Immobilienmarktbericht Berlin 2018/2019 sowie andere wertvolle Informationen zum Immobilienmarkt können kostenlos heruntergeladen werden:

https://www.berlin.de/gutachterausschuss/

Wir beobachten den Immobilienmarkt auch für Sie!

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer
 

Interessengemeinschaft avestrategy 2019 – Sie haben gewählt

Die Termine für die Interessengemeinschaften avestrategy in diesem Jahr stehen nun fest. Wir bedanken uns für Ihre Mitarbeit! Die Termine der jeweiligen Treffen sowie die Kernpunkte der Agenda haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Die Termine für die Treffen der Interessengemeinschaften avestrategy sind mit Ihnen abgestimmt:

Starten wird in diesem Jahr die IG Süd-West in Langen am 15. Oktober 2019. Es folgen die IG Berlin/Brandenburg am 23. Oktober 2019 in Berlin und die IG Nord in Lübeck am 24. Oktober 2019. Den Abschluss bildet in diesem Jahr die IG Ost am 6. November 2019 in Kamenz.

Als Kernpunkte der Agenda sind vorgesehen:

  • Verknüpfung Investitions- und Mieten-/Objektplanung
  • Berechnungssystematik Betriebskosten
  • Benutzerprotokolle
  • Darlehensmanagement - Zinsstrukturkurven

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Bei Fragen und/oder Hinweisen steht Ihnen Cordelia Trzetziak sehr gern zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist 

Cordelia Trzetziak
+49 30 26006-235
cordelia.trzetziak@bbt-gmbh.net

Cordelia Trzetziak, Porträt
 

Bund unterstützt Neubau mit Sonderabschreibungsmöglichkeiten für den Bau neuer Mietwohnungen

Am 8. August trat das Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus in Kraft. Durch den neuen § 7b EStG (Einkommensteuergesetz) soll der Neubau von Mietwohnungen für Privatleute und Unternehmen attraktiver werden. Zukünftig besteht die Möglichkeit einer Sonderabschreibung. Die Bundesregierung sieht die neue Sonder-AfA als einen wichtigen Baustein zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum. Die Wirkung bleibt abzuwarten.

Wichtiger Bestandteil ist die Möglichkeit für private Investoren, ab Anfang August 2019 – zeitlich befristet – 5 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Mietwohnung zusätzlich bei der Steuer geltend zu machen. Die reguläre lineare Abschreibung von 2 % kann zusätzlich parallel genutzt werden. Das bedeutet, dass in den ersten 4 Jahren bis zu 28 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten steuerlich abgeschrieben werden können. Für Investoren sicherlich ein interessanter Aspekt, um die steuerlichen Vorteile zu nutzen. Die Steuerersparnis kann dann für weitere Investitionen zur Verfügung stehen. Sie wirkt sich zusätzlich auch positiv auf die Liquidität aus.

Was steht im Gesetz: § 7b Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau - Einkommensteuergesetz (EStG):

  • Die Wohnung muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union liegen.
  • Im Jahr des Neubaus bzw. der Anschaffung sowie in den 3 Folgejahren können jährlich bis zu 5 % der förderfähigen Kosten (bis zu 2.000 € je m² Wohnfläche) in Anspruch genommen werden.
  • Die Absetzung für Abnutzung nach § 7 Absatz 4 EStG kann zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Bedingung der Sonderabschreibung ist gemäß § 7b EStG:

  • Ein zwischen dem 31. August 2018 und vor dem 1. Januar 2022 gestellter Bauantrag oder eine in diesem Zeitraum getätigte Bauanzeige für neue, bisher nicht vorhandene, Wohnungen. Zusätzlich sind die Voraussetzungen des § 181 Absatz 9 des Bewertungsgesetzes zu erfüllen.
  • Anschaffungs- oder Herstellungskosten dürfen 3.000 € je m² Wohnfläche nicht übersteigen.
  • Die Wohnung muss 10 Jahre der entgeltlichen Überlassung zu Wohnzwecken (Mietwohnung) dienen. Sowohl eine Eigennutzung als auch eine Nutzung als Ferienwohnung sind ausgeschlossen!
  • Die Sonderabschreibung ist zurückzuzahlen, wenn die Wohnung innerhalb von 10 Jahren verkauft wird (Veräußerungsgewinn, der nicht der Einkommens- oder Körperschaftssteuer unterliegt) oder die Anschaffungs- und Herstellungskosten innerhalb der ersten 3 Jahre durch nachträgliche Kosten 3.000 € je m² übersteigen.
  • Für die Sonder-AfA müssen die EU-rechtlichen Voraussetzungen über Deminimis-Beihilfen eingehalten werden. Der Gesamtbetrag der Beihilfen darf für ein Unternehmen innerhalb von 3 Veranlagungszeiträumen den Wert von 200.000 € nicht übersteigen.

Was heißt das jetzt für die Immobilienwirtschaft?

Verbände der Wohnungswirtschaft kritisieren, dass die Sonderabschreibung nur eine zeitlich begrenzte Wirkung für den Neubau hat. Sie plädieren für eine dauerhafte Abschreibungsquote von 3 % anstatt wie bisher 2 % pro Jahr. Der Wohnungsneubau wird durch diese Sonderabschreibung in den nächsten 5 Jahren angeheizt, wobei die Kapazitäten der Bauwirtschaft fehlen. Ebenso ist die Baulandbereitstellung in vielen Regionen eingeschränkt. Ebenfalls kritisiert wird die Beschränkung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von 3.000 € je m². Dieser Wert sei in vielen Ballungsgebieten kaum realisierbar, der Wert sollte auf 3.500 € je m² angehoben werden.

Mieterverbände sehen das Fehlen einer Begrenzung der Miethöhe im Zusammenhang mit der Sonderabschreibung als problematisch an.

Forschungsinstitute weisen darauf hin, dass Anreize geschaffen werden, auch in Regionen zu bauen, in denen kein zusätzlicher dringender Neubaubedarf besteht. Die Neubauwirkung in Städten mit großer Wohnraumknappheit, z. B. auf unbebauten Flächen, wird angezweifelt, da diese schon im Planungsprozess eingebunden sind, sofern Baurecht besteht. Der Mangel an günstigem Bauland und die langen Genehmigungsverfahren sind weiterhin große Investitionshemmnisse. Erzeugt werden kann ein Impuls zur Nachverdichtung von Bestandsgebieten. Allerdings schränken fehlende Baukapazitäten und der Fachkräftemangel den Neubau ein bzw. führen zu Verzögerungen. All diese Aspekte werden durch die Sonderabschreibung nicht behoben.

Was bleibt: Ein Anreiz zur Schaffung von Mietwohnungen, die den Wohnungsmarkt entlasten können. Allerdings wirkt dies erst in einer Folgewirkung für die Mietpreisentwicklung bremsend. Die Investoren (ob renditeorientiert, kommunale Gesellschaft oder Genossenschaft) werden die Sonderabschreibung in ihrer Kalkulation berücksichtigen. Also warten wir die Entwicklungen ab. Wir werden berichten!

Link zum Gesetzestext: https://dejure.org/gesetze/EStG/7b.html

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer
 

Aus- und Weiterbildung bei der BBT

Arbeiten in einem modernen Dienstleistungsunternehmen, eigene Ideen in spannende Projekte einbringen und mit einem starken Partner an der Seite das Berufsleben meistern – das bietet die BBT all ihren Mitarbeitern*Mitarbeiterinnen, zu denen selbstverständlich auch Praktikanten, Auszubildende und Studenten gehören.

Wir bieten Ausbildung, Werkstudententätigkeit, duales Studium, Praktika und unseren Mitarbeitern*Mitarbeiterinnen berufsbegleitende Fortbildung an.

So freuen wir uns, dass Max Matthiolius am 01.08.2019 seine Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei uns aufgenommen hat und unser Entwicklerteam unterstützt.

Darüber hinaus stehen wir anderen Ausbildungsunternehmen als Partner zur Seite und übernehmen zum Beispiel die Ausbildung im Verbund im Bereich WEG-Verwaltung.

Und wer noch nicht genau weiß, in welche Richtung er beruflich gehen möchte, hat bei uns die Möglichkeit ein Praktikum zu absolvieren.

Weiterhin bieten wir auch für Studenten zahlreiche Möglichkeiten, ihr in der Theorie erworbenes Wissen bei spannenden Projekten in der Immobilienwirtschaft und in der Beratung umzusetzen. Unsere Werkstudenten, meist mit den Studienrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Facility Management oder Immobilienwirtschaft, unterstützen unsere Mitarbeiter*Mitarbeiterinnen bei der Realisierung vielfältiger Projekte. Durch aktive Einbindung in das jeweilige Team erwerben sie praktische Kenntnisse und können bereits während des Studiums erste Berufserfahrungen sammeln.

Neben den Möglichkeiten von Ausbildung oder Werkstudententätigkeit sind wir Praxispartner für das duale Studium der Betriebswirtschaftslehre Fachrichtung Immobilienwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Nach bisher dreijährigen Rhythmus bieten wir ab 2021 einen Platz im 2-Jahres-Rhythmus für ein duales Studium der Immobilienwirtschaft an.

Und auch unseren Mitarbeitern*Mitarbeiterinnen, die ihre Ausbildung oder ihr Studium schon vor längerer Zeit abgeschlossen haben, bieten wir die Möglichkeit an Weiter- und Fortbildungen teilzunehmen, ihr Wissen zu vertiefen, sich weiter zu qualifizieren - zum Beispiel berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterabschluss zu erwerben.

Die individuelle Förderung unserer Mitarbeiter*Mitarbeiterinnen ist uns wichtig, und aus diesem Grund sind wir gern Partner für die persönliche Weiterentwicklung und freuen uns darauf, auch in Zukunft viele neue Persönlichkeiten in unserem Team willkommen zu heißen.

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist 

Anja Vehn
+49 30 26006-120
anja.vehn@bbt-gmbh.net

 

Stadtporträt Wuppertal

Die Berater*Beraterinnen der BBT sind bundesweit tätig und besuchen ihre Kunden und diejenigen, die es werden möchten. Wir stellen Ihnen deshalb in den kommenden Newslettern in lockerer Folge ausgewählte Städte und deren Wohnungs- und Immobilienmarkt vor. Wir beginnen mit der »Großstadt im Grünen« – Wuppertal.

Wuppertal ist das Industrie-, Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturzentrum des Bergischen Landes mit insgesamt 354.382 Einwohnern (31.12.2018). Die Stadt wurde 1929 durch Zusammenlegung mehrerer Städte unter dem Namen Barmen-Elbersfeld gegründet. Ihren heutigen Namen bekam die Stadt erst 1930 nach einer Bürgerbefragung zugesprochen. Mit dem Namen wird auch die geografische Nähe zum Fluss Wupper zum Ausdruck gebracht. Mit einem Grünflächenanteil von etwa einem Drittel zählt Wuppertal als grünste Großstadt Deutschlands. Die Stadt ist reich an großen Villenvierteln und Wohnhäusern aus der Gründerzeit.

Häufig wird Wuppertal als »Wiege der Industrialisierung« bezeichnet. Die Wirtschaft war geprägt durch Textilveredelung sowie Metallverarbeitung. Mitte des 19. Jahrhunderts zählte die Stadt zu den größten Wirtschaftszentren des Deutschen Reiches. Heute ist sie Standort vieler internationaler Marktführer aus den unterschiedlichsten Branchen wie beispielsweise Bayer, Vorwerk oder Berning.

Der Immobilienmarkt in Wuppertal ist zurzeit als sehr angespannt einzuschätzen. Seit einigen Jahren steigen die Kaufpreise für Häuser und Eigentumswohnungen stetig. Dieser Anstieg ist vor allem bedingt durch eine immer stärker werdende Nachfrage nach Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie nach Eigentumswohnungen. Dem gegenüber stehen ein zu geringes Angebot und eine Niedrigzinspolitik, die Investitionen in Immobilien ermöglicht und attraktiv macht. Seit 2011 ist eine Erhöhung der Kaufpreise bei klassischen Reihenhäusern sowie Doppelhaushälften um 30 – 40 % zu verzeichnen. Und wer in Wuppertal eine Eigentumswohnung erwerben möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einigen Jahren. Im Durchschnitt zahlen Käufer in der Stadt rund 1.260 €/m². Auch bei den Mieten sieht es nicht anders aus. Diese steigen seit Jahren kontinuierlich an. Je nach Alter der Immobilie/Wohnung liegen die Mieten im Durchschnitt zwischen 4,72 €/m² und 7,30 €/m².

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist:

Nele Hartfuß
+49 30 26006-257
nele.hartfuss@bbt-gmbh.net

 

Wohnungsbaugenossenschaft »Humboldt-Universität« eG: Beauftragung zur Wertindikation für Neubaugrundstück in Berlin Höhenschönhausen

Die Wohnungsbaugenossenschaft »Humboldt-Universität« eG hat uns im August 2019 mit der Wertindikation für ein potenzielles Neubaugrundstück in Berlin-Hohenschönhausen beauftragt. Die Wertindikation dient als Grundlage für die Plausibilisierung des Preisangebotes des Verkäufers.

Die ehemalige Arbeiterwohnungsgenossenschaft »Humboldt-Universität« wurde 1956 von Lehrkräften, Angestellten und Studenten gegründet. Die WBG Humboldt verfügt heute über einen Bestand von rund 3.400 Wohnungen sowie rund 54 Gewerbeeinheiten in Berlin. Der Wohngebäudebestand befindet sich in den Ortsteilen Neu- und Alt-Hohenschönhausen. 

Die WBG Humboldt prüft aktuell den Ankauf eines Grundstückes in Berlin-Hohenschönhausen, um durch eine Neubaumaßnahme ein grundstücksübergreifendes Areal zu entwickeln. 

Als Grundlage für die Kaufentscheidung benötigt sie eine Wertindikation zum Grundstückswert und Aussagen zur Angemessenheit des angebotenen Kaufpreises. 

Die wesentlichen Untersuchungsschritte der Wertindikation sind eine Einschätzung des Standortes, seiner Chancen und Risiken sowie eine Analyse der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses von Berlin.

Die WBG Humboldt hat unsere Ergebnisse bereits erhalten. 

www.wbg-hub.de

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer