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Newsletter Februar 2020

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wissen Sie, wie viele Mitarbeiter Ihr Unternehmen aus Altersgründen in den nächsten Jahren verlassen? Bei den meisten Unternehmen werden es nicht wenige sein. Es ist aber nicht nur der vertraute Ansprechpartner, der das Unternehmen verlässt, sondern mit ihm Wissen – kurz Daten und Prozesse, die vielfach eine hohe Bedeutung für die Unternehmenssteuerung haben. Unternehmerische Antworten auf diesen demographischen Prozess reichen von der Einführung eines Business-Intelligence-Systems über Objektmerkmalskonzepte bis zum klassischen, natürlich digital geführten Organisationshandbuch. Letzteres kleines Werkzeug mit viel Erfolgspotenzial für Routine und Risikomanagement stellen wir Ihnen neben vielen anderen Themen in diesem Newsletter vor.

Viel Spaß beim Lesen.

 
 

Ihr

Andreas Grunow
Leiter Unternehmensberatung

 
 

Kosten- und Leistungsrechnung bekommt zunehmend Bedeutung in der Wohnungswirtschaft

Das avestrategy-Spezialmodul Kosten- und Leistungsrechnung zur automatisierten mandantenübergreifenden Berechnung von Deckungsbeiträgen für Ist- und Plandaten je Sparte/Geschäftsfeld/Objekt erfreut sich einem zunehmenden Interesse. Die Gründe sind vielfältig.

Den Anwendern ist u. a. die Vergleichbarkeit von Ist- und Plandaten für das Deckungsbeitragscontrolling wichtig, die durch die systemische Berechnungslogik immer gewährleistet ist. Wichtig ist ihnen ebenfalls die schnelle Implementierung. Dabei zeigt sich, dass der Erwerb der standardisierten Deckungsbeitragsstruktur der BBT die Implementierung deutlich verkürzt. Auch die Option zur Verwendung kalkulatorischer Kosten in der Deckungsbeitragsrechnung erachten sie als sehr komfortabel. So gibt es ein Wahlrecht für die Berechnungsgrundlage bestimmter kalkulatorischer Kosten. Für die Berechnung der kalkulatorischen Mietminderung kann z. B. als Berechnungsansatz zwischen Plan- oder Istdaten gewählt werden. Hinzu kommen die flexiblen Auswertungen, in denen die Anwender die Deckungsbeitragsergebnisse von der Sparten- bis auf die Objektebene navigieren können. 

Dabei können die Deckungsbeitragsstruktur, Sparten-/Geschäftsfeldstruktur, die Verteilungsschlüssel sowie die kalkulatorischen Kosten individuell eingerichtet werden und bleiben nach der Ersteinrichtung durch die Anwender flexibel veränderbar. 

Selbstverständlich unterstützen unsere erfahrenen Berater Sie bei der Analyse und Optimierung der aktuellen Kostenstellen- und Kostenträgerstruktur und der Ersteinrichtung Ihrer Deckungsbeitragsstruktur in avestrategy.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann kontaktieren Sie uns.

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist

Larissa Hahn
+49 30 26006-142
larissa.hahn@bbt-gmbh.net

 

Organisationshandbuch: Wissen clever managen

Informationen und Wissen sind Grundsteine für den Erfolg eines Unternehmens. Doch dafür muss sichergestellt werden, dass das Unternehmenswissen

  • nicht verloren geht,
  • aktuell gehalten wird,
  • allen Mitarbeitern unmittelbar zur Verfügung steht,
  • aktiv genutzt und weiterentwickelt wird.

All diese Anforderungen erfüllt das von der BBT GmbH entwickelte, individualisierbare Organisationshandbuch. Mit dem anwenderfreundlichen und pflegeleichten Tool können Sie das Unternehmenswissen optimal organisieren.

Die Vorteile:

  • Gebündeltes Unternehmenswissen: Alle relevanten Informationen, z. B. zur Unternehmensorganisation, zum Datenschutz oder zu den Wohnungsbeständen, stehen den Mitarbeitern online zur Verfügung.
  • Nutzerfreundliche Software: Die verwendete Software lexiCan® orientiert sich konsequent an den gängigen Microsoftanwendungen.
  • Komfortabel und flexibel: Dank Volltextsuche und übersichtlicher Gliederungsstruktur ist das eingestellte Unternehmenswissen für Ihre Mitarbeiter schnell auffindbar und lässt sich flexibel erweitern, aktualisieren und neu verknüpfen.

Nutzen Sie unser praxisbewährtes Musterhandbuch: Aus einer Vielzahl an Bausteinen entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein passgenaues Organisationshandbuch für Ihr Unternehmen.

Nach der Installation weisen wir Ihre Mitarbeiter in das neue Organisationshandbuch ein, um die optimale Nutzung, laufende Pflege und Aktualisierung des Handbuchs sicherzustellen.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Michaelis
+49 30 26006-205
christian.michaelis@bbt-bmbh.net

Foto Christian Michaelis
 

Mitarbeiterporträt: Christian Freiberger

Beratung funktioniert von Mensch zu Mensch. Neben dem Knowhow spielen auch die persönliche »Chemie« und das Vertrauen eine Rolle. Um diese menschliche Seite geht es uns, wenn wir Ihnen in unserem Newsletter BBT-Mitarbeiter*Innen näher vorstellen. Heute: Christian Freiberger

Herr Freiberger, was führte Sie zur BBT GmbH und was haben Sie vorher gemacht?

Ich habe an der SRH Hochschule Berlin im Frühjahr 2019 mein B.A.-Studium in Wirtschaftspsychologie erfolgreich abgeschlossen. Zum Ende des Studiums habe ich mich bereits parallel auf Stellenausschreibungen beworben. Die Entscheidung für die Immobilienbranche fiel nach meinem Pflichtpraktikum bei der Hines Immobilien GmbH in Berlin, einem privaten Immobilienentwickler und -investor aus den USA.

Ich entschied mich für meinen beruflichen Einstieg für die BBT, weil ich schon im Bewerbungsgespräch gemerkt habe, dass hier viel Wert auf die Mitarbeiter sowie auf die Entfaltung ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenzen gelegt wird. Auch ich als Quereinsteiger werde in die Lage versetzt, in der Welt der Immobilien viele wichtige Kenntnisse zu sammeln und diese in meinem beruflichen Alltag umzusetzen.

Welche fachlichen Erfahrungen und Kompetenzen bringen Sie mit?

Da ich dank meines Studiums Kenntnisse sowohl in BWL als auch in Psychologie habe, verfüge ich über Kompetenzen, die mir in der Beratung von Kunden äußerst hilfreich sind. Aus meiner Zeit bei Hines bringe ich Grundkenntnisse im Asset-Management, der gewerblichen Vermietung sowie der Projektentwicklung mit.

Durch mein fast lebenslanges Engagement im Sport und in Vereinen bringe ich ebenfalls wichtige »Teamplayer«-Fähigkeiten und weitere essenzielle Soft-Skills mit an den Tisch.

Ich freue mich über die netten Kollegen, die mich unterstützen, und über die spannenden Aufgaben, die ich übernommen habe.

Was beschäftigt Sie neben Ihrer Arbeit bei der BBT?

Ich spiele seit 2013 American Football auf der Position des sogenannten »Wide Receivers«. Seit 2019 spiele ich zudem auch Semi-Professionell in der 1. Bundesliga (German Football League) bei den Berlin Rebels mit denen ich direkt in meinem »Rookie Year« um die Deutsche Meisterschaft in den Playoffs spielen konnte. Da wir leider in der ersten Runde der Playoffs ausschieden, läuft die Saisonvorbereitung für 2020 derzeit auf Hochtouren. Alle, die Interesse haben, können uns ab Mai im Mommsenstadion bei unseren Heimspielen unterstützen

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Freiberger
+49 30 26006-206
christian.freiberger@bbt-gmbh.net

 

Zukunftsmusik bei der »EWG Berlin-Pankow eG«

Die BBT GmbH führte im Auftrag der »Erste Wohnungsgenossenschaft Berlin-Pankow eG« (EWG) eine Mitgliederbefragung durch.

Das Besondere an dieser Befragung: Ein Teil der Haushalte konnte einen komprimierten Fragebogen wahlweise auch online ausfüllen. Die EWG wollte damit nicht nur die Teilnahme an der Befragung erleichtern, sondern auch prüfen, wie stark die Präferenz ihrer Mitglieder für digitale Kommunikation bereits ausgeprägt ist.

Im Mittelpunkt der Mitgliederbefragung standen zahlreiche Fragen zur Zufriedenheit mit der Wohnsituation und den Serviceleistungen der Genossenschaft. Mit Fragen zu Neubauvorhaben und zur Elektromobilität wurde der Blick auch in die Zukunft gerichtet.

Die EWG kann sich über eine sehr hohe Rücklaufquote von 53 Prozent freuen. Die Resultate sind damit in jedem Fall repräsentativ. Der Rücklauf veranschaulicht die große Zufriedenheit und starke Identifikation der Mitglieder mit »ihrer« Genossenschaft. Dies ist auch den Mitarbeitern und Hausmeistern der EWG Pankow zu verdanken, die in ihrer persönlichen und fachlichen Kompetenz durchweg sehr positive Bewertungen erhielten. Fortführend ist die Zufriedenheit mit der Informationstätigkeit der EWG sehr stark ausgeprägt. Grundlage hierfür ist die Diversität sowie die sehr gute Gestaltung und große Reichweite der Informationskanäle, vor allem des EWG-Journals.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und blicken auf ein spannendes Projekt zurück. Wir wünschen der EWG Pankow einen erfolgreichen Umgang mit den Befragungsergebnissen.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Freiberger
+49 30 26006-206
christian.freiberger@bbt-gmbh.net

 

Wir sind dabei – BBU-Tage 2020

Unter dem Motto »Quergedacht – Erfolgsfaktor Innovation« finden vom 2. bis 4. März 2020 die BBU-Tage in Bad Saarow statt, und wir sind dabei.

 

Innovation liegt uns am Herzen, denn wir sind beständig dabei, neue Ideen und Techniken für unsere Kunden zu entdecken, Potenziale weiterzuentwickeln und über den Tellerrand hinaus zu blicken. Dies gelingt am Besten im Dialog mit allen Beteiligten. Daher sind wir Stammgast auf den jährlichen BBU-Tagen und konnten immer wieder zu den unterschiedlichsten Themen Anregungen, Informationen und Inspirationen mitnehmen und mitgeben. 

Unsere Experten sind selbstverständlich auch in diesem Jahr an allen drei Tagen vor Ort, um sich mit Ihnen über Innovationen in den Bereichen Digital bis Bauen und Organisation bis Finanzierung auszutauschen. 

Wir freuen uns auf einen spannenden Dialog mit Ihnen.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Andreas Grunow
+49 30 26006-201
andreas.grunow@bbt-gmbh.net

Andreas Grunow Portrait
 

Aller guten Dinge sind drei!

Bereits zum dritten Mal führt die BBT im April 2020 eine Bewohnerbefragung für die Wohnbau GmbH Prenzlau durch. Damit sollen die Ergebnisse aus den Jahren 2012 und 2016 fortgeschrieben werden.

Um aus den Befragungsergebnissen die Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Bewohnerbefragungen darstellen zu können, sind sowohl die Themenschwerpunkte als auch ein Großteil der Fragen nahezu deckungsgleich.

Im Zentrum der Befragung steht die Zufriedenheit der Bewohner. Erfragt wird deren Meinung zum Kommunikations- und Informationsangebot und den hierfür genutzten Kanälen. Darüber hinaus wird die Zufriedenheit mit der Qualität der Mieterservices und der Wohnqualität in den Mietwohnungen abgefragt. Die Meinung der Bewohner soll ein prägnantes Bild der Außenwahrnehmung zeichnen und potenzielle operative Optimierungsansätze für die Wohnbau Prenzlau erörtern.

Wir freuen uns sehr, für die Wohnbau GmbH Prenzlau eine erneute Bewohnerbefragung durchzuführen und hoffen wieder auf einen regen Rücklauf. Natürlich sind auch wir wieder sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Freiberger
+49 30 26006-106
christian.freiberger@bbt-gmbh.net

 

BBT Branchenstudie Digitalisierung: Umfrageergebnisse liegen jetzt vor

Im Rahmen unserer Branchenstudie Digitalisierung haben wir im Zeitraum vom 21. Januar bis 7. Februar 2020 eine Online-Umfrage durchgeführt. Diese richtete sich an insgesamt 526 Wohnungs- und Immobilienunternehmen unterschiedlicher Größe und Rechtsform.

Insgesamt 84 Unternehmen haben sich an der Online-Umfrage beteiligt. Die Teilnahmequote liegt damit bei 16 Prozent.

Im Fokus der Online-Umfrage standen folgende Fragen:

  • Welche Digitalisierungsmaßnahmen haben die Wohnungsunternehmen bislang umgesetzt?
  • Welche Erfahrungen wurden dabei gesammelt?
  • Wie gut sieht sich die Branche hinsichtlich Datenschutz und IT-Sicherheit gewappnet?

Die Antworten auf diese Fragen haben wir in einem Kompaktbericht zusammengefasst und stellen Ihnen diesen hier als Download bereit.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Michaelis
+49 30 26006 205
christian.michaelis@bbt-bmbh.net

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Mietendeckel in Berlin beschlossen! Zieht Bayern nach?

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am 30. Januar 2020 das Gesetz zum sogenannten Mietendeckel (»Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung«) beschlossen. Es ist seit dem 23. Februar 2020 in Kraft getreten. Ab jetzt gilt für die Vermieter ein Mietenstopp sowie strenge Regelungen der Mietentwicklung. Mieterverbände zeigen sich erfreut, die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft hat trotz bestehender Kritik sich auf den Rechtstatbestand eingestellt. Auch in Bayern sind Bürger aktiv und wollen einen Mietenstopp durchsetzen, allerdings weniger strikt als in Berlin. 

Der Mietendeckel soll 5 Jahre gelten. Im Rahmen des Diskussions- und Entscheidungsprozesses zum Mietendeckelgesetz wurden nur noch Kleinigkeiten angepasst. Grundlage ist weiterhin der Berliner Mietspiegel von 2013, dem Mietdaten der Jahre 2009 bis 2012 zugrunde liegen. Die Mietspiegelwerte wurden anhand der Reallohnentwicklung bis 2019 fortgeschrieben.

Von dem Mietendeckel ausgenommen sind Neubauten, die nach dem 1. Januar 2014 fertiggestellt wurden sowie Sozialwohnungen, Trägerwohnungen und Wohnungen in Wohnheimen.

Die Mieten zum Stichtag 18. Juni 2019 werden eingefroren (sogenannter Mietenstopp), erst ab 2022 besteht die Möglichkeit einer Anpassung. Der Anpassungswert wird durch die Senatsverwaltung festgelegt und soll 1,3 Prozent nicht übersteigen. Der Wert liegt deutlich unterhalb der aktuellen Entwicklung der Baukostenindices. Auf Risiken eines Absenkens der Instandhaltung aus wirtschaftlichen Gründen hat die Wohnungswirtschaft hingewiesen. Eine Härtefallregelung soll die Risiken für die Vermieter abfedern, dies wird durch die IBB betreut.

Für oberhalb der lt. Mietendeckel gültigen Obergrenzen liegende Mieten wird nach 9 Monaten die Möglichkeit geschaffen, dass Mieter dies beim Vermieter anmelden können und nur noch den Betrag der Obergrenze bezahlen (Kappung). Nur für die Berechnung der Kappung werden Zu- und Abschläge für einfache Lage (-0,28 €/m²), mittlere Lage (-0,09 €/m²) und gute Lage (+0,74 €/m²) berücksichtigt. Ansonsten spielt die Wohnlage für den Mietendeckel keine Rolle.

Bei Wiedervermietung gilt die Vormiete bzw. der entsprechende Wert aus der Mietentabelle, sofern die Vormiete darüber liegt. Dies kann zu Mietsenkungen führen.

Grundlage des Mietendeckels ist eine Festlegung von Mietobergrenzen, die sich auf 7 Baualtersklassen und die Ausstattung der Wohnung (Sammelheizung, Bad) beziehen. Sie liegen innerhalb einer Spanne von 3,92 €/m² und 9,80 €/m². Zuschläge sind vorgesehen für Gebäude mit bis zu 2 Wohnungen (+10 Prozent) und für Wohnungen mit moderner Ausstattung (+1,00 €/m²). Modern ausgestattet ist eine Wohnung, wenn mindestens drei der folgenden fünf Kriterien erfüllt sind:

  • schwellenlos von der Wohnung und vom Hauseingang erreichbarer Personenaufzug
  • Einbauküche
  • hochwertige Sanitärausstattung
  • hochwertiger Bodenbelag in der überwiegenden Zahl der Wohnräume und/oder
  • Energieverbrauchskennwert von weniger als 120 kWh/(m²a)

Für besonders günstige Mieten (unter 5,02 €/m²) werden strengere Regelungen festgelegt: Sie darf bei Neuvermietung um maximal 1,00 €/m² auf max. 5,02 €/m² angehoben werden. Dies schränkt ggf. erforderliche Instandsetzungen und Modernisierungen durch den Eigentümer besonders stark ein. Die Wirtschaftlichkeit solcher Maßnahmen soll durch Förderprogramme (nicht auf die Miete umlegbar) flankierend unterstützt werden.

Die anfangs geäußerte Idee, die Mietbelastung auf maximal 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens zu begrenzen, im Referentenentwurf noch enthalten, bleibt unberücksichtigt.

Die Umsetzung übernehmen die Bezirke, Anzeigen von Modernisierung oder Anträge bei Härtefällen soll die Investitionsbank Berlin (IBB) bearbeiten. Die Kappung (Absenkung einer überhöhten Miete) muss der Mieter gegenüber dem Vermieter durchsetzen, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen überwacht die Einhaltung des Verbots und wird ggf. dagegen vorgehen.

Bayern und der Mietenstopp

Im August 2019 wurde die Mietpreisbremse für 162 Städte und Gemeinden in Bayern eingeführt und vom Landtag beschlossen. Diese Regelungen reichen aber vielen Mietern nicht. Auf Grundlage einer Bürgerinitiative soll ein 6-jähriger Mietenstopp umgesetzt werden. Das Volksbegehren hat die erste Hürde genommen und über 50.000 Unterschriften gesammelt. Jetzt muss das Gesetz durch den Landtag beschlossen werden, andernfalls erfolgt ein Bürgerentscheid.

Mit dem Gesetzentwurf zum Mietenstopp geht Bayern einen ähnlichen Weg wie Berlin, aber in deutlich abgemilderter Form, ohne besonders strenge Begrenzungen für den Eigentümer. Neben dem Mietenstopp gilt weiterhin die Mietpreisbremse. Der Mietenstopp bezieht sich auf die ortsübliche Vergleichsmiete. Für Mieten, die darunterliegen, wird eine Begrenzung von Mieterhöhungen auf 80 Proent der ortsüblichen Vergleichsmiete gefordert. Somit soll Vermietern die Chance zu Mietanpassungen im unteren Mietsegment gegeben werden. Das heißt, es gibt den Eigentümern einen begrenzten wirtschaftlichen Spielraum um erforderliche Investitionen durchzuführen und diese auch durch (geringe) Mietanpassungen zu kompensieren. Bei Neuvermietung und nach Modernisierungen soll die ortsübliche Vergleichsmiete die Grenze darstellen.

Eine Kappung, gerade preisgünstigster Wohnungen, die ja häufig Instandsetzungs- oder Modernisierungsbedarf haben, wird nicht so streng umgesetzt wie in Berlin, wo Vermieter, die bisher günstig vermietet haben, besonders bestraft werden.

Mietendeckel:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnraum/mietendeckel/

BBU Informationen zum Mietendeckel (teils im gesicherten Bereich): 
https://bbu.de 

Mietenstopp in Bayern: 
http://www.mietenstopp.de

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer