Einsatz von Strategietools als Planungswerkzeug | Quelle: Fotolia | Autor: NicoElNino

Newsletter Juli 2017

 

Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser, 

wer würde das nicht gern ab und zu tun: Den Kopf ausschalten und dem Gefühl folgen. Führt dies nicht doch zu den besten Entscheidungen? Nein! Denn auf das Gefühl allein ist kein Verlass. Das hat der Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahneman in Studien und Experimenten nachgewiesen. Aber glücklicherweise können Entscheidungen heutzutage durch intelligente Software-Lösungen unterstützt werden.

So vertrauen wir bei der BBT wohl auf unsere Erfahrungen, unser Expertenwissen, aber wir untermauern es mit den Ergebnissen unseres Strategietools. Dieses Planungswerkzeug wird auch von der GEWOBA AG in Bremen eingesetzt. In unserem Beitrag dazu erfahren Sie, wie das Unternehmen derzeit seine Planungsprozesse aktualisiert.

Kurz und gut: Für mich liegt das Geheimnis der richtigen Entscheidung in der Kombination von Expertenintuition und gründlicher Berechnung der unterschiedlichen Handlungsalternativen.

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen

 
 

Ihre

Larissa Hahn

Senior Beraterin Unternehmensberatung

 
 

SIB steuert das Portfolio der Verwaltungsimmobilien des Freistaates Sachsen mit DeltaMaster

Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) betreut das Portfolio der Verwaltungsimmobilien des Freistaates Sachsen. Für das Baumaßnahmen- und Bewirtschaftungscontrolling steht nach fachlicher Begleitung einer Bietergemeinschaft aus BBT und Sachsen-Treuhand jetzt das OLAP-Tool DeltaMaster zur Verfügung.

Die Zahlen sind beeindruckend: 

Mehr als tausend Liegenschaften, Bauvolumina von teils mehr als 500 Mio. EUR je Jahr, mehr als 27.000 laufende Bewirtschaftungsverträge. Die Steuerung der Verwaltungsimmobilien des Freistaates Sachsen ist anspruchsvoll und muss mit modernen Instrumenten erfolgen. Verschiedene fachspezifische Vorsysteme stellen die steuerungsrelevanten Informationen zur Verfügung. Die Herausforderung bestand in der Bündelung dieser verteilten Informationen in einem Analyse- und Auswertungstool. SIB suchte in einem Werkzeug eine Lösung für ad-hoc-Analysen und ein modernes Reporting ohne Medienbrüche. 

Die Projektbeteiligten 

Die Bietergemeinschaft aus BBT und Sachsen-Treuhand brachte ihre gesamte immobilien- und betriebswirtschaftliche Expertise in dieses Großprojekt ein. Bissantz & Company, Nürnberg brachte als Hersteller des DeltaMaster neben der Software Expertenwissen in der Datenmodellierung ein. Im Ergebnis entstand ein sehr umfangreicher multidimensionaler Datenwürfel, der mit DeltaMaster analysiert und ausgewertet wird. 

Zielstellung 

SIB wollte rasch einen Überblick über Baumaßnahmen und Bewirtschaftungssituation haben. Aktuelle Stände sollten automatisiert berichtet und Werttreiber systematisch aufbereitet werden. Ein umfangreiches Standardreporting sollte ergänzt werden um statistische und betriebswirtschaftliche Methoden sowie neuartige Data-Mining-Verfahren, die mit DeltaMaster möglich sind. 

Umsetzung 

Etwa 100 Dimensionen und mehrere hundert verschiedene Kennzahlen wurden zu aussagefähigen Steuerungs- und Frühwarnberichten verdichtet. Die Weg weisenden Visualisierungs- und Darstellungsmethoden im DeltaMaster erleichtern das Verstehen der Botschaften. 

Im Berichtswesen setzt SIB auf grafische Tabellen und Notationskonzepte von DeltaMaster. Die konzeptionell durchdachte und visuell ansprechende Darstellung ist ein entscheidender Vorteil, angesichts des komplexen Datenmodells. Sparklines helfen zudem, Zahlen schnell auch in einem zeitlichen Kontext zu beurteilen, und dies hochinformationsdicht auf engstem Raum. Mit den bereits im Standard verfügbaren Funktionen BROWSEN, ZOOMEN, NAVIGIEREN ist die Basis für eine breite interaktive Nutzung durch Fachanwender, aber vor allem auch des Managements gegeben. Die Verteilung von Berichten via Berichtsserver kann zukünftig die Praxistauglichkeit entscheidend abrunden. 

Der Aufbau eines Controllings im SIB wird weiter fortgesetzt. 

Bewertung durch den Auftraggeber 

Oliver Gaber, Kaufmännischer Geschäftsführer des SIB, erläutert die Gründe für die Einführung von DeltaMaster wie folgt: 

»Eine lebenszyklusübergreifende Auswertung und ein zeitnahes Benchmarking war mit den verteilten Fachprogrammen nur eingeschränkt und mit viel Aufwand möglich. Durch die Bündelung in einem Auswertungs- und Analysesystem (DeltaMaster) können wir nun schneller und effizienter analysieren und berichten. Für das im Aufbau befindliche Controlling ist damit ein Benchmarking z. Bsp. bei den Bewirtschaftungskosten auf einem viel höheren Niveau möglich. Dies werden wir zukünftig zum Vorteil des Eigentümers Freistaat Sachsen einsetzen.«

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist 

Dr. Henri Lüdeke
+49 30 26006-101
henri.luedeke@bbt-gmbh.net

Dr. Lüdeke, Henri
 

Neuer Berliner Mietspiegel

Bausenatorin Katrin Lompscher hat den Berliner Mietspiegel 2017 am 19. Mai vorgestellt (ABl. Nr. 20 / 19.05.2017). Viele Experten sehen die Mietveränderungen gegenüber 2015 auch aufgrund »vorgezogener« Anhebungen durch die Hauseigentümer, die vor Einführung der Mietpreisbremse noch umgesetzt wurden. 

Grundlage für den Mietspiegel 2017 sind Mieten, die in den letzten 4 Jahren angepasst bzw. neu vereinbart wurden. Die Datengrundlage umfasst Mietdaten bis 01. September 2016.

Die größte Änderung bezieht sich allerdings auf den Mietspiegel 2017 selbst, er bildet erstmals keine »Sondermerkmale« mehr ab, mit deren Hilfe Hauseigentümer die Miete einer besonders gut ausgestatteten Wohnung noch einmal über die Vergleichsmiete hinaus anheben konnten. Die Streichung der Sondermerkmale wird begründet mit der Kritik von Statistikern an der Methodik des Berliner Mietspiegels, die das Instrument vor Gericht anfechtbar gemacht hatte. Stattdessen wird eine »Orientierungshilfe für die Spanneneinordnung« als Schätzgrundlage empfohlen, die nicht zum qualifizierten Mietspiegel gehört.

Während die beiden Verbände Haus und Grund sowie der Bundesverband freier Wohnungsunternehmen Berlin den nach wissenschaftlichen Methoden erstellten Mietspiegel nicht mittragen, unterstützt neben den Mieterverbänden auch der BBU (Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.), den Berliner Mietspiegel 2017.  

Die Durchschnittsmiete (Nettokaltmiete) liegt mit 6,39 € je m² um 9,4 % bzw. 0,55 € je m² höher als die vorherige Durchschnittsmiete des Mietspiegels aus dem Jahr 2015. Besonders in guten Wohnlagen klettert der Mittelwert um 0,85 € je m² auf 7,41 € je m², dies bedeutet einen Anstieg von 13 %.

Der Altbaubestand (Baujahr bis 1918), der den Wohnungsbestand in Berlin prägt, erhöht sich um 6,3 % bzw. 0,77 € je m² auf 6,66 € je m². Die größten Mietzuwächse sind in der unteren Mietspiegelspanne zu verzeichnen, dieser entwickelt sich teils um bis zu 30 % p.a.

Die Mieten für Neubauobjekte steigen ebenfalls an und liegen um 4,4 % höher als 2015. Die Neubaumieten (Baujahre 2003 bis 2015) bewegen sich zwischen 8,50 und 10,70 € je m².

Verhältnismäßig preisgünstig sind vor allem noch Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1972 sowie in den Plattenbaubeständen (Baujahre 1973 bis 1990) im Ostteil der Stadt. 

Eine ausführliche Analyse zum Berliner Mietspiegel 2017 und den wesentlichen Veränderungen zu 2015 und 2007 (10 Jahres-Vergleich) erhalten Sie im nächsten Newsletter. 

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist 

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer
 

Deutscher Verwaltertag 2017: Wir sind dabei.

Die BBT GmbH wird in diesem Jahr erstmals am Deutschen Verwaltertag des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter e.V. teilnehmen. Besuchen Sie uns bei der Veranstaltung am 07./08. September 2017 im Estrel-Hotel Berlin am avestrategy-Stand.

Hier stellen wir Ihnen nicht nur unser 360°-Dienstleistungsspektrum für die Wohnungswirtschaft vor. Wir informieren Sie auch ausführlich über unsere Controlling- und Portfoliomanagement-Lösung avestrategy mit ihren integrierten Möglichkeiten zur objekt- und portfoliobezogenen Planung und Steuerung. So bietet Ihnen unsere als Branchenstandard etablierte Software umfangreiche Analyseoptionen rund um das Immobilienportfolio im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Optimierungspotenziale. 

Wir laden Sie herzlich ein, sich bei uns am Stand selbst von avestrategy zu überzeugen und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen! 

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT GmbH ist

Ester Seiffarth
+49 30 26006-220
ester.seiffarth@bbt-gmbh.net

Ester Seiffarth
 

BBT-Mieterbefragungen mit hoher Aussagekraft

Wohnzufriedenheit, Umzugsabsicht, Mietzahlungsbereitschaft, Serviceleistungen …
Mit Mieterbefragungen der BBT GmbH erfahren Sie, was Ihre Mieter denken. Dabei gewährleisten hohe Rücklaufquoten aussagekräftige Ergebnisse. 

Bereits seit dem Jahr 2008 führen wir Mieterbefragungen durch und erreichen dabei regelmäßig Rücklaufquoten von über 50 Prozent. Grundlage hierfür ist ein individuell für das jeweilige Wohnungsunternehmen erstellter Fragebogen zu von Ihnen vorgegebenen Themen. Zu dem großen Erfolg tragen auch bewährte Befragungsabläufe und eine intensive Mieterkommunikation während des Befragungszeitraums bei. 

Neben den klassischen schriftlichen Befragungen bieten wir auch Online-Befragungen an. Diese eignen sich besonders für jüngere Zielgruppen und klar abgegrenzte Themenbereiche.   

Der Nutzen von Mieterbefragungen, die mit ganz unterschiedlichen Themenschwerpunkten durchgeführt werden können, ist breit gefächert. So erhöhen etwa Befragungsergebnisse zu Mietzahlungs- und Anmietbereitschaft oder Ausstattungswünschen signifikant die Aussagekraft von Markt- und Machbarkeitsstudien bei Neubauvorhaben. Hingegen können Mieterbefragungen im Rahmen von Prozessoptimierungen sowohl den Status Quo der Kundenorientierung als auch die Auswirkungen der neu gestalteten Geschäftsprozesse messen.  

Fragen Sie uns. Wir fragen Ihre Mieter.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist 

Christian Michaelis
+49 30 26006-205
christian.michaelis@bbt-gmbh.net

Foto Christian Michaelis
 

avestrategy: In NRW wurde entspannt gefachsimpelt

Viele praxisrelevante Informationen, nette Kollegengespräche und eine Vor-Ort-Führung – das Treffen der avestrategy-Interessengemeinschaft (IG)  der NRW-Region am 13. Juli 2017 bei der hwg eG in Hattingen bot fachlichen Austausch in lockerer Sommeratmosphäre.

Knowhow für die Software-Nutzung

Mit dabei waren neun avestrategy-Nutzer aus fünf nordrhein-westfälischen Wohnungsunternehmen. Nach einer Kennenlernrunde mit avestrategy-Erfahrungsberichten der Teilnehmenden, stellte BBT-Mitarbeiterin Kristin Protze Neuigkeiten, Tipps und Tricks rund um avestrategy vor. Zur Sprache kamen unter anderem... 

  • der avestrategy-Auto-Updater,
  • der Forecast mit Korrekturmöglichkeiten in der avestrategy-Pooldatenbank sowie
  • die Möglichkeit, Daten in der Pooldatenbank zu löschen. 

Ferner wurden die neue avestrategy-Homepage und der neu eingerichtete Anwenderbereich vorgestellt. Letzterer bietet avestrategy-Anwendern in Kürze Zugriff auf zahlreiche Informationen rund um avestrategy

Nach dem Stadtrundgang munterer Erfahrungsaustausch

Eine Führung während der Mittagspause sorgte für Abwechslung und gewährte Einblicke in verschiedene Modernisierungsprojekte der hwg eG in der Hattinger Südstadt. 

Anschließend wurden beim persönlichen Erfahrungsaustausch insbesondere die Gestaltung von Geschäftsprozessen, die Nutzung des avestrategy-Risikomanagements und die verschiedenen Auswertungsmöglichkeiten in avestrategy intensiv diskutiert. Vor allem die avestrategy-Monatsberichte standen dabei im Fokus. 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der hwg eG für ihre Gastfreundschaft. 

Das nächste Treffen der avestrategy-IG NRW wird im Juli 2018 stattfinden und von der Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH in Düsseldorf ausgerichtet. 

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist 

Kristin Protze
+49 30 26006-146
kristin.protze@bbt-gmbh.net

Foto Kristin Protze
 

BBT GmbH analysiert Geschäftsprozesse für GEWOBA AG

Angesichts der Erstellung der jährlichen Wirtschaftsplanung mit der BBT-Software avestrategy beauftragte uns die GEWOBA AG aus Bremen, ihre Wirtschaftsplanungsprozesse zu analysieren. Dank gemeinsamer Vorläuferprojekte konnten wir den Projektablauf beschleunigen.

Der Auftrag

Unser Auftrag lautete, die für die jährliche Wirtschaftsplanung mit avestrategy relevanten Ist-Geschäftsprozesse der GEWOBA zu definieren und dies den planungsbeteiligten Mitarbeitern für die künftige Planung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sollten die einzelnen Teilprozesse hinsichtlich Effizienz, Effektivität, Prozessqualität und Risikopotenzial analysiert und bewertet sowie Optimierungsansätze abgeleitet werden. 

Modifizierter Projektverlauf

Entgegen der üblichen Vorgehensweise, bei der die BBT die Ist-Prozesse mit den Prozessbeteiligten aufnimmt und analysiert, um anschließend einen optimierten Plan-Prozess zu erarbeiten, wurde der Projektablauf in diesem Fall modifiziert: Wir konnten unsere Beratungsleistung vollständig auf dem Wissen aus vorherigen Projekten mit der GEWOBA aufbauen, denn uns lagen ausreichend Informationen aus Projektdokumentationen, Gesprächsprotokollen und -notizen vor. 

Übersichtliches Ergebnis mit großem Nutzen

Der Gesamtprozess zur Abbildung der Wirtschaftsplanung in avestrategy beinhaltet 20 Teilprozesse. Dabei bilden die Flussdiagramme den gesamten Prozess ab und jeder Prozessschritt wird detailliert beschrieben. Die standardisierten Abläufe und Festlegung von Terminen, Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Leistungsanforderungen führen dabei nicht nur zu deutlichen Zeit- und Kosteneinsparungen. Sie geben sie den beteiligten Mitarbeitern zudem mehr Sicherheit, wodurch die Fehlerquote reduziert und die Planungsqualität deutlich erhöht wird.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Paul Jonda
+49 30 26006-109
paul.jonda@bbt-gmbh.net

Foto Paul Jonda
 

Wohnungsmärkte in NRW: So tickt Gelsenkirchen

Die BBT GmbH agiert im Rahmen ihrer Beratungs- und Researchprojekte bundesweit. Dabei nehmen wir vielerorts die Wohnungsmärkte genau unter die Lupe. Zum Beispiel Gelsenkirchen. Lesen Sie, wie sich die Heimatstadt des Fußballclubs FC Schalke 04 gewandelt hat.

Lage und Bevölkerung

Gelsenkirchen liegt in Nordrhein-Westfalen im zentralen Ruhrgebiet nordöstlich von Essen. Die kreisfreie Großstadt befindet sich damit im größten Verdichtungsraum Deutschlands, der Metropolregion Rhein-Ruhr

Aufgrund des Strukturwandels im Ruhrgebiet sank die Bevölkerungszahl von Gelsenkirchen – wie auch der anderen großen Ruhrgebietsstädte – in den letzten 50 Jahren kontinuierlich. In den Jahren 2000 bis 2015 verlor die Stadt 6,8 Prozent der Bevölkerung. Aktuell zählt Gelsenkirchen rund 258.000 Einwohner (Quelle: Nexiga). Deren Durchschnittsalter lag im Jahr 2015 bei 43 Jahren, wobei laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung jeder fünfte Gelsenkirchener (21 %) älter als 65 Jahre ist. 

Sichtbar wird die Umstrukturierung der Stadt auch in den Veränderungen der ehemaligen Industrieanlagen und ihrer Areale. Grundsätzlich ist das Stadtbild geprägt durch zahlreiche Werkssiedlungen und Gartenstädte und einen für das Ruhrgebiet typischen Backstein-Expressionismus

Wirtschaft und Bildung

Seit Ende der 1990er Jahre wandelt sich Gelsenkirchen vom Bergbau- und  Schwerindustriestandort zu einem Zentrum der Energie-, Infrastruktur- und Kommunikationstechnologie. Das Branchenspektrum hat sich deutlich verbreitert, wobei der Schwerpunkt nun auf dem Dienstleistungsbereich liegt. Hier sind mittlerweile rund 80 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten tätig. Zudem hat sich Gelsenkirchen einen Ruf als Solarstadt erworben und ist Standort zahlreicher Forschungseinrichtungen. 

Zwar hat sich die aktuelle Arbeitslosenquote von 12,1 Prozent (Stand 06/2017) gegenüber dem Jahr 2005 (23,4 %) fast halbiert, dennoch ist es im Vergleich der nordrhein-westfälischen Großstädte nach Duisburg noch immer die zweithöchste. 

Die 1992 gegründete Fachhochschule Gelsenkirchen (seit 2012: Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen) unterhält zahlreiche Fachbereiche, von Wirtschaft über technische Studiengänge bis zu Journalismus. Gelsenkirchen ist außerdem einer von sieben Standorten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. 

Immobilienmarkt

Der Gelsenkirchener Wohnungsmarkt entwickelte sich im vergangenen Jahr stabil. Laut LEG-Wohnungsmarktreport lagen im Jahr 2015 die durchschnittlichen Angebotsmieten im mittleren Marktsegment leicht über 5,00 Euro pro Quadratmeter und damit lediglich 0,6 Prozent höher als im Vorjahr. Im Vergleich der NRW-Großstädte ist Gelsenkirchen für Mieter seit Jahren die günstigste Stadt. Gleichzeitig wies sie im Jahr 2014 die zweithöchste Leerstandsquote unter den NRW Top-12-Standorten auf, nämlich fünf Prozent. Bei Wohnungen im oberen Marktsegment stiegen die durchschnittlichen Angebotsmieten von 6,90 auf 7,11 Euro je Quadratmeter (plus drei Prozent). Im unteren Marktsegment blieben die Mieten dagegen nahezu unverändert. 

Perspektiven

Die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung für den Zeitraum 2014 bis 2030 lassen einen weiteren Bevölkerungsschwund von 1,7 Prozent erwarten. Demgegenüber wird für den Zeitraum 2014 bis 2040 jedoch eine Zunahme der Haushalte um 1,8 Prozent prognostiziert, da es einen starken Trend zu Ein-Personen-Haushalten gibt. 

Unklar ist bis dato, wie sich die vermehrte Zuwanderung langfristig auf die Bevölkerungszahlen in Gelsenkirchen auswirken wird. Allerdings steigt der Bedarf an Wohnraum schon aufgrund des Sanierungsstaus von Altbauwohnungen aus der Nachkriegszeit sowie der vermehrten Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen. 

Für die Zukunft der verbliebenen industriellen Arbeitsplätze in Gelsenkirchen sieht es derweil nicht gut aus. Einige größere Arbeitgeber haben bereits den Abbau weiterer Jobs angekündigt.

Politik und Wirtschaftsförderung sind daher gefragt, neue Arbeitsplätze durch Neuansiedlungen zu gewinnen. 

Laut Prognos-Zukunftsatlas 2016 rangiert die Stadt Gelsenkirchen in der Gesamtbetrachtung aller 402 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands auf Platz 389 und verzeichnet hohe Zukunftsrisiken

Unser Fazit

Erfolgsentscheidend für die Wohnungswirtschaft ist die Übertragung der demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen in die Struktur, Ausstattung und Qualität des regionalen Wohnungsangebotes.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist 

Maik Hörold
+49 351 867986-32
maik.hoerold@bbt-gmbh.net

Foto Maik Hörold
 

Controller in der Immobilienwirtschaft: Mit starkem Willen zum Ziel

Pressemitteilung

Berlin, 26.07.2017. Im Juli hatten die Absolventen die Prüfung hinter sich. Der neu gestartete Lehrgang „Zertifizierter Controller/-in der Immobilienwirtschaft (BBA)“ der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V. in Kooperation mit dem BBT GmbH entließ die frisch gebackenen Absolventen in die Praxis. Das neu gestaltete Angebot zeichnet sich besonders durch die Verbindung von Controlling und spezifisch immobilienwirtschaftlichen Inhalten aus. Er schließt mit einer Prüfung ab. Das Zeugnis in der Tasche, berichten die Teilnehmer, warum sie sich für den neuen Lehrgang entschieden haben.

Andreas Schmidt ist 32 Jahre und arbeitet als Controller bei der BGP Hausverwaltung GmbH, die Wohnungsbestände in ganz Deutschland betreut. Wie viele andere Beschäftigte in der Branche machte er zunächst eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann. Danach bekam er das Angebot, in der Controlling-Abteilung anzufangen. Es folgte die Ausbildung zum Controlling-Ökonom. Doch eines fehlte ihm: Grundlegende Strukturen und der Bezug zur Immobilienwirtschaft. Seit einiger Zeit trieb ihn daher der feste Wille an, sein Wissen aufzufrischen und einen weiteren Baustein für seine Karriere zu legen.

Auch sein Kollege Konstantin Uffelmann, BGP Hausverwaltung GmbH, suchte schon länger nach einer passenden Fortbildung.  „Bei der BBA Akademie hat uns das immobilienwirtschaftliche Angebot überzeugt. Die meisten Weiterbildungsangebote betrachten nur das produzierende Gewerbe. Das passt nicht so gut für die Immobilienwirtschaft. Wir wollten einen Lehrgang, der zu unserem Job passt“, sagt Schmidt.  „Der Kurs ‚Immobiliencontrolling‘ von Herrn Dr. Lüdeke war sehr interessant - vor allem die vielen Praxisbeispiele“, berichtet Schmidt. „In meinem Beruf hantiere ich viel mit Auswertungen und Kennzahlen. Dabei stehe ich immer wieder vor dem Problem, wie ich die gewonnenen Informationen kompakt aufbereite und intern am besten kommunizieren kann.“ Eine Einschätzung, die Stefan Torkler, 29 Jahre, bestätigt: „Vor allem die Kennzahlen und das Reporting sind für meine Arbeit bei der Hausverwaltung Optima GmbH sehr wertvoll.“ 

Dr. Henri Lüdeke, Geschäftsführer der BBT GmbH, übernahm als Dozent das Fach Immobiliencontrolling und war an der Konzeption des Lehrgangs maßgeblich beteiligt. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung konnten wir das nötige Know-How beisteuern, um ein an den Anforderungen der Praxis orientiertes Angebot aufzusetzen“, berichtet Lüdeke von der Stoffauswahl. Der zweimonatige Lehrgang ist eine Kooperation von BBT und BBA. Mit den Netzwerken beider war es möglich, Dozenten und Experten mit ausgewählter Expertise zu gewinnen. 

Der berufsbegleitende Kurs läuft über sechs Wochen und richtet sich an Beschäftigte aus Controlling, Rechnungswesen und Finanzbuchhaltung. Er besteht aus drei Unterrichtsblöcken zu zwei Werktagen, jeweils im Abstand von 14 Tagen. Der Stoff deckt Investitions-, Immobilien- und Bauprojektcontrolling ab, ebenso Immobilien-, Portfolio- sowie Risikomanagement und Reporting. Nach zwei Monaten schließt der Kurs mit einer zweistündigen Klausur ab. Nach erfolgreichem Bestehen wird der Titel „Zertifizierter Controller/-in der Immobilienwirtschaft (BBA)“ verliehen. Der nächste Durchlauf ist für Mai 2018 geplant. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem neuen Bildungsratgeber der BBA, welcher voraussichtlich Ende 2017 verfügbar sein wird. 

Die BBA - Akademie der Immobilienwirtschaft e.V., Berlin bietet umfassende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Immobilienbranche. Um die Zukunftsfähigkeit der Branche zu sichern, unterstützt die BBA Wohnungsunternehmen bei der Personalentwicklung und bei der Förderung ihrer Auszubildenden. Das Bildungsangebot reicht von der privaten Berufsschule für Immobilienkaufleute über Lehrgänge, Fortbildungsveranstaltungen, Seminare und Fachtagungen bis hin zu Bachelor- und Masterstudiengängen. Die Bildungsgänge der BBA sind berufsbegleitend, miteinander verzahnt und auf Wunsch auch als Inhouse-Qualifizierung buchbar. Ihre Dozenten sind ausgewiesene Experten aus der immobilienwirtschaftlichen Praxis und Akademiker mit einer umfangreichen Lehrerfahrung. Die BBA wurde in 2015 erneut mit dem DQS-Zertifikat nach DIN EN ISO 29990:2010 ausgezeichnet und erfüllt damit, als eine von sehr wenigen Bildungseinrichtungen, die höchsten Qualitätsnormen für ein Institut der Aus- und Weiterbildung. 

Weitere Informationen unter www.bba-campus.de.

Ihr Ansprechpartner bei der BBA ist

Pierre Poetz
+49 30 23 08 55-10
pierre.poetz@bba-campus.de