Newsletter November 2020

Newsletter November 2020

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

schon ein ausgeprägtes Vorweihnachtsgefühl? Nein – sollten Sie aber. Kommendes Wochenende ist der 1. Advent und dann noch knapp vier Wochen bis Heiligabend. Mein Kopf jedenfalls ist überall, nur nicht unterm Weihnachtsbaum.

Coronabedingt laden wir dieses Jahr zu unserem ersten avestrategy-Online-Anwenderforum ein und hoffen, trotz räumlicher Distanz, auf größtmögliche Interaktionen mit allen Teilnehmern.

Ebenfalls Premiere feiert unser Instagram-Account für BBT und avestrategy sowie ein auf den Web-Seiten integriertes Chattool. Die sozialen Medienplattformen Xing, LinkedIn sowie der YouTube-Kanal werden von uns ja schon seit längerem für die Kommunikation mit Ihnen genutzt. Es ist also nahezu ausgeschlossen, dass Sie uns nicht finden, wenn Sie uns suchen.

In diesem Sinne einen schönen 1. Advent.

 
 

Ihr

Andreas Grunow
Leiter Unternehmensberatung

 
 

BBT Digitalisierungsberatung

Die Digitalisierung hat in der Wohnungswirtschaft stark an Dynamik gewonnen und verändert Abläufe, Kundenbeziehungen, Gebäude und möglicherweise auch Geschäftsmodelle.

Die BBT begleitet Wohnungsunternehmen auf ihrem Weg, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen – durch branchenspezifische, anbieterunabhängige Digitalisierungsberatung.

Sicher ankommen mit dem Digitalisierungsfahrplan

Im Zuge des digitalen Transformationsprozesses sind in den letzten Jahren zahlreiche Technologien, Tools und Module auf den Markt gekommen, mit denen sich wohnungswirtschaftliche Kernprozesse digital gestalten lassen. Der »Leitfaden Digitale Agenda« des GdW listet allein für 8 Geschäftsprozesse 55 mögliche Digitalisierungsmaßnahmen auf.

Entscheider stehen damit immer häufiger vor der Frage, welche Maßnahme wann angegangen werden soll:

  • »Sollen wir als nächstes die Mieterakten digitalisieren oder unseren Vertrieb mit einem Vermietungsmodul unterstützen?«
  • »Bei den vielen Reparaturen im Bestand denken wir darüber nach, den Instandhaltungsprozess mit einem mobil einsetzbaren Modul zu beschleunigen. Allerdings haben die Mitarbeiter dort große Vorbehalte.«
  • »Macht die Einführung der integrierten Betriebskostenabrechnung Sinn, solange Rechnungseingang und -bearbeitung noch immer analog ablaufen?«

Der Digitalisierungsfahrplan unterstützt den Entscheidungsprozess, die für das Unternehmen richtigen Maßnahmen zu definieren und sie in optimaler Reihenfolge umzusetzen.

Im Zentrum der Bestandsaufnahme steht die Ermittlung der Digitalisierungsgrade für die zentralen Geschäftsprozesse. Der Bewertungsmaßstab orientiert sich an den im »Leitfaden Digitale Agenda« enthaltenen Digitalisierungsinitiativen. Die Ergebnisse werden übersichtlich in Form von Prozesssteckbriefen aufbereitet. Die Analyse umfasst darüber hinaus mit der Informationssicherheit, dem Datenschutz und den Mitarbeiterkompetenzen die entscheidenden Rahmenbedingungen für eine nachhaltig erfolgreiche Prozessdigitalisierung im Unternehmen.

In Workshops zur Zielfindung steht die gemeinsame Entwicklung einer Matrix mit den relevanten Unternehmens-, Abteilungs- und Prozesszielen im Mittelpunkt.

Diese Zielmatrix ist die Richtschnur zur Bewertung geeigneter Digitalisierungsmaßnahmen. Diese erfolgt im Rahmen einer Potenzialanalyse unter Berücksichtigung möglicher Synergie-, Mengen- und Digitalisierungseffekte. Der auf diese Weise ermittelte und quantifizierte Nutzen einer Digitalisierungsmaßnahme wird mit den damit einhergehenden Kosten abgeglichen.

In der Roadmap werden die Maßnahmen entsprechend ihrer Kosten-Nutzen-Bilanz priorisiert und in eine geeignete Umsetzungsreihenfolge gebracht. Nach der gemeinsamen Finalisierung der Roadmap werden die ersten Maßnahmen mit Meilensteinen und Zeitfenstern untersetzt.

So entsteht ein verbindlicher und transparenter Digitalisierungsfahrplan mit den wichtigsten Schritten und Zeitpunkten zur Zielerreichung.

Gern begleiten wir Sie anschließend dabei, Ihre Geschäftsprozesse digital zu gestalten. Über mögliche Fördermittel und deren Beantragung informieren wir Sie an anderer Stelle in diesem Newsletter.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Michaelis
+49 30 260 06-205
christian.michaelis@bbt-gmbh.net

Foto Christian Michaelis
 

Zuschüsse für Digitalisierungsvorhaben

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie unterstützt die Öffentliche Hand die Digitalisierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wir stellen Ihnen zwei Förderprogramme vor, die mit ihren tilgungsfreien Zuschüssen auch für Wohnungsunternehmen attraktiv sein können.

Digital Jetzt

Das Förderprogramm des Bundes ist in zwei Module gegliedert:

  • Fördermodul 1 – Investitionen in digitale Technologien (Soft- und Hardware) und
  • Fördermodul 2 – Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter (Weiterbildung im Umgang mit digitalen Technologien).

Voraussetzung für eine Antragstellung ist unter anderem die Konzeption eines Digitalisierungsplans, der möglichst genau die Ausgangssituation des Unternehmens beschreiben, die Investitionsvorhaben benennen und die nachhaltige Wirkung der geplanten Investitionen darstellen sollte.

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses zu den Investitionen in digitale Technologien bzw. in die Qualifizierung der Mitarbeiter. Der Förderanteil richtet sich nach der Unternehmensgröße. Er wurde zeitlich befristet bis zum 30. Juni 2021 nochmals erhöht.

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten demnach einen Zuschuss in Höhe von 50 % der Investitionen in digitale Technologien bzw. Mitarbeiterqualifizierungen. Bei Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten beträgt der Zuschuss 45 %. Für Unternehmen aus strukturschwachen Regionen erhöht sich der Förderanteil um weitere 10 %. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 €.

Die Förderung muss vor Beginn des Vorhabens bewilligt werden, bereits laufende Digitalisierungsvorhaben werden nicht nachträglich gefördert. Nach Bewilligung muss das Vorhaben innerhalb von 12 Monaten umgesetzt werden. Anträge können bis zum 31. Dezember 2023 online über das Antragstool des Bundesministeriums gestellt werden.

Beratungsleistungen sind förderfähig, sofern diese in direktem Zusammenhang mit der Implementierung von Hard- oder Software stehen. Die Anschaffung von Standardsoftware und -hardware sowie Maßnahmen und Vorhaben, die bereits im Rahmen anderer Förderprogramme gefördert werden, sind nicht förderbar.

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit mindestens 3 bis maximal 499 Beschäftigten und einer Betriebsstätte in Deutschland. Öffentliche Unternehmen sind nicht förderfähig. Daher ist dieses Förderprogramm in der Wohnungswirtschaft vor allem für Wohnungsgenossenschaften interessant.

Digitalprämie Berlin

Mit diesem Landesprogramm werden Investitionen in die IT-Hardware und Software sowie digitalisierungsbezogene Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen gefördert. Nicht förderfähig ist die Anschaffung von Standardsoftware und -hardware sowie Maßnahmen und Vorhaben, die bereits im Rahmen anderer Förderprogramme gefördert werden.

Gefördert wird in Form einer Anteilfinanzierung in Höhe von 50 % der Sachausgaben. Der Förderhöchstbetrag liegt für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten bei 7.000 €, für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten bei 17.000 €.

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Betriebssitz in Berlin. Je Unternehmen kann die Digitalisierungsprämie nur einmal gewährt werden. Die Förderung muss vor Beginn des Vorhabens bewilligt werden. Nach der Bewilligung muss das Vorhaben innerhalb von 6 Monaten umgesetzt werden. Anträge können bis zum 31. März 2021 über das Onlineportal der Investitionsbank Berlin gestellt werden.

So unterstützt Sie die BBT

Die BBT unterstützt Wohnungsunternehmen bei der Beantragung von Fördermitteln. Nach einer kostenlosen und unverbindlichen Ersteinschätzung der Förderfähigkeit Ihres Digitalisierungsvorhabens begleiten wir Sie gern von der Antragstellung und Zusammenstellung sowie Konzeption aller Unterlagen (z. B. Digitalisierungsplan) bis hin zur Online-Abgabe Ihres Antrags.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Christian Freiberger
+49 30 26006-206
christian.freiberger@bbt-gmbh.net​​​​​​​

 

IT-/Informationssicherheit in der Wohnungswirtschaft

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse sowie einer zunehmenden Ergänzung der Büroarbeitsplätze um Telearbeitsplätze gewinnt die Informationssicherheit für Unternehmen immer mehr an Bedeutung.

Mit zunehmender Abhängigkeit von IT und durch die Vernetzung von Daten nehmen auch Bedrohungen durch Cyberkriminalität zu und IT-bezogene Risiken steigen. Gleichzeitig wird es für Nicht-Fachleute immer schwieriger, das aktuelle bzw. zukünftig erforderliche IT-Sicherheitsniveau einzuschätzen.

Vor diesem Hintergrund hat die Wohnungsbaugenossenschaft Wuhletal eG die BBT mit der Durchführung einer IT-Sicherheitsanalyse und der Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes beauftragt. Die Projektdurchführung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Systemhaus Systema Angewandte Datentechnik mbH.

Diese interdisziplinäre Herangehensweise stellt sicher, dass die IT- und Informationssicherheit ganzheitlich – d. h. unter IT-technischem, datenschutzrechtlichem, organisationsbezogenem und wohnungswirtschaftlichem Blickwinkel betrachtet wird.

Was ist ein Sicherheitskonzept?

Ein Sicherheitskonzept beschreibt den Status Quo der Informationssicherheit im Unternehmen. Dabei werden die Risiken aus dem Zusammenspiel der IT-Infrastruktur, der IT-Anwendungen und IT-Systeme sowie der damit in Verbindung stehenden Prozesse bewertet.

Nach einer Vorbesprechung und der Festlegung des Schutzbedarfs werden alle IT-sicherheitsrelevanten Dokumente analysiert, Einsicht in die Netzwerkinfrastruktur und die IT-Anwendungen genommen sowie IT-relevante Räume begangen. Auf Basis der Bestandsaufnahme wird ein Sicherheitskonzept erstellt, das bereits umgesetzte und zukünftig erforderliche Sicherheitsmaßnahmen zusammenfasst.

Wie wird das Niveau der IT-/Informationssicherheit beurteilt?

Allgemeine Anforderungen an die Informationssicherheit leiten sich u. a. aus Gesetzen wie der DSGVO ab. Zudem gibt es Normen/Standardwerke wie ISO 27001 oder IT-Grundschutz vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die die Anforderungen an die IT-/Informationssicherheit für einzelne Bereiche bzw. Bausteine konkretisieren.

Die BBT überprüft im Rahmen ihrer Sicherheitsanalyse, ob das Unternehmen die im BSI-Grundschutzkompendium definierten Basis- und Standardanforderungen an IT-Sicherheit erfüllt. Für jeden Baustein werden Stärken und Schwächen sowie mögliche Risiken herausgearbeitet. Hieraus wird ersichtlich, in welchen Bereichen das Unternehmen gut aufgestellt ist und wo Verbesserungsbedarf besteht.

Um einen schnellen und prägnanten Überblick über die aktuelle Sicherheitslage in den einzelnen Bausteinen zu erhalten, werden die Ergebnisse der Bewertung in einem OnePager (siehe Abbildung 1) zusammengefasst.

Welchen Mehrwert erhält das Unternehmen durch das Sicherheitskonzept?

Das Sicherheitskonzept schafft Transparenz über bestehende und potentielle IT-Risiken und zeigt Lösungsansätze auf, um diese Risiken zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Das Konzept verschafft den Unternehmen einen konkreten Überblick über den aktuellen Status Quo. IT-Sicherheitsmaßnahmen können in Zukunft besser geplant und priorisiert und damit ein optimaler Schutz der IT-Umgebung bewirkt werden.

Mit der gezielten Verbesserung der Informationssicherheit wird der Grundstein gelegt, die Digitalisierung der Unternehmensorganisation weiter voranzutreiben.

Ihre Ansprechpartnerin bei der BBT ist

Dr. Claudia Wagner
+49 30 26006-214
claudia.wagner@bbt-gmbh.net​​​​​​​

Dr. Claudia Wagner
 

Nur noch 4 verfügbare Wohnungen im Neubau in der Kuckhoffstraße

Die beiden Neubauten in der Kuckhoffstraße 45/47 entwickeln sich bestens. Von der ausgesprochen hohen Wohnqualität in der ruhigen und grünen Lage sind auch unsere Erwerber überzeugt. Denn 80 Prozent der insgesamt 19 Wohneinheiten sind bereits erfolgreich verkauft.

Neben einer hochwertigen Ausstattung, modernen Grundrissen und einem begrünten Innenhof erwarten Sie weitere attraktive Ausstattungsdetails. Es stehen noch exklusive Penthouse-Wohnungen u. a. mit Rooftop-Terrasse sowie eine geräumige Terrassenwohnung mit Gartenanteil zur Verfügung.

Profitieren auch Sie vom Kauf direkt vom Bauherrn ohne Maklerprovision mit individueller Beratung durch unsere Fachleute.

Ihr Ansprechpartnerin bei der BBT ist

Adela Dacic
+49 30 26006-230
adela.dacic@bbt-gmbh.net

Adela Dacic, Porträt
 

Virtuelle Nähe trotz Corona – neue Videokonferenzräume bei der BBT

So schön kann Distanz sein: Große Bildschirme, perfekte Vernetzung und hochauflösende Kameras in HD lassen den Alltag mit Corona sicherer werden, ohne Zugeständnisse an einen erfolgreichen Workflow machen zu müssen. Unsere Räume sind auf die virtuelle Kommunikation angepasst worden und bieten optimale Bedingungen für gelungene Meetings.

Fast ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsalltag in Deutschland durch die Präsenzverlagerung in die virtuelle Welt so stark verändert, wie es davor nur der Einzug der Personal Computer in die Büros geschafft hat.

Anfänglich noch wenig genutzt, gehört eine Videokonferenz inzwischen zu einem alternativen und fest integrierten Kommunikationsmittel in unserem Haus. So werden Abstandsregeln bequem eingehalten, ohne auf einen regen Austausch verzichten zu müssen. Ob Präsentationen, Versammlungen mit vielen Teilnehmern oder ein spontanes Meeting im kleinen Kreis, mit dem neuen Konferenzraum ist dies ohne große Vorbereitungszeit möglich.

Wir freuen uns besonders über die zahlreichen Anmeldungen zu unserem avestrategy-Anwenderforum, das wir ebenfalls in den virtuellen Raum verlagert haben, um die erforderlichen AHA-Vorschriften einhalten zu können und damit für unsere Kunden und uns die nötige Sicherheit zu schaffen.

Ihr Ansprechpartner bei der BBT ist

Andreas Grunow
+49 30 26006-201
andreas.grunow@bbt-gmbh.net

Andreas Grunow Portrait
 

Gebäudeenergiegesetz (GEG) seit 1. November 2020 in Kraft

Am 1. November 2020 ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten. Das GEG führt bestehende Gesetze, u. a. die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinspargesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammen. Ein großer Teil bestehender Regelungen wurden aus den Vorgängergesetzen übernommen, aber auch neue Regelungen formuliert.

Das GEG schafft ein neues, einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden. Mit dem Gesetz werden Vorgaben der EU zur Gesamtenergieeffizienz umgesetzt.

Das neue GEG enthält Regelungen in Bezug auf die Verwendung von Energieausweisen und für den Einsatz erneuerbarer Energien. Eine Verschärfung des energetischen Anforderungsniveaus für Neubau und Gebäudebestand erfolgt dabei nicht. Der KfW-Effizienzhaus-Standard von 75 wird verankert, im Gesetz wurde vermieden, den ambitionierteren KfW-55-Standard festzuschreiben. Eine Klausel sorgt jedoch für eine Überprüfung der Anforderungen im Jahre 2023, damit die aktuell geltenden Werte gegebenenfalls angepasst werden können.

Wichtige Kernaussagen ergeben sich für die Wohnungswirtschaft:

  • Der Neueinbau von reinen Ölheizungen wird ab 2026 verboten. Ausnahmen bilden danach beispielsweise Gebäude, die nicht auf andere Weise, z. B. mit Fernwärme oder mit erneuerbaren Energien beheizt werden können. Auch bei der gleichzeitigen Einbindung von erneuerbaren Energien kann die Neuinstallation von Ölkesseln über das Jahr 2026 hinaus erlaubt bleiben (sog. Hybridheizungen: z. B. Verbindung von Ölheizungen und Solarthermie).
  • Für neue Gebäude ab 2021 wird der Niedrigstenergiegebäudestandard (siehe § 10 GEG) festgelegt. Diese Regelung dient der Umsetzung von Artikel 9 der EU-Gebäuderichtlinie.
  • Vom Verkäufer eines Ein- oder Zweifamilienhauses muss dem Käufer ein „informatorisches Beratungsgespräch“ durch einen Energieberater ermöglicht werden (siehe § 80 Abs. 4 GEG). Bei Erneuerung von Bauteilen (umfassende Sanierung) muss der Eigentümer ebenfalls ein solches Beratungsgespräch führen (§ 48 GEG). In beiden Fällen gilt einschränkend: Die Pflicht gilt nur, wenn die Leistung kostenlos erhältlich ist.
  • Im GEG ist eine neue Innovationsklausel (siehe § 103 GEG) für Quartiere und einzelne Gebäude vorgesehen, deren energetische Bewertung nach der Modernisierung auf Basis von CO2-Emissionen erfolgen kann und nicht nach Primärenergieverbrauch.
  • Zukünftig enthalten Energieausweise auch Angaben zur Kohlendioxidemission eines Gebäudes, die sich aus den Informationen zum Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch ergeben (siehe § 85 GEG).

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW bezeichnet das GEG als wichtigen Meilenstein für neue Wege zur CO2-Minderung und zur bezahlbaren Erreichung der Klimaziele. So lobt der Verband vor allem die Innovationsklausel mit dem Quartiersansatz und die Stärkung lokaler Photovoltaik-Anlagen.

Link https://www.gesetze-im-internet.de/geg/GEG.pdf

Für Sie recherchiert hat

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net

Foto Johannes Jakobsmeyer
 

BBT goes europe – Machbarkeitsstudie für Standort in Jelgava beauftragt

Die Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V. hat uns mit einer Machbarkeitsstudie zu einem Neubaustandort in Jelgava (Lettland) beauftragt. Unsere Aufgabe ist es, neben der Makrolagenbewertung, ein Mikrostandortrating, eine Mietpotenzialanalyse, eine Zielgruppen- und eine Wettbewerberanalyse durchzuführen. Alle Analysen werden dann zu Handlungsempfehlungen zum Wohnungsneubauprojekt zusammengeführt. Das gesamte Areal kann zukünftig zu einem innenstadtnahen Wohngebiet entwickelt und zu einem Pilotprojekt für Jelgava und Lettland sowie für die LIM werden. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt!

Die Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V., 2001 gegründet, bringt private und öffentliche Partner aus Deutschland und vielen anderen Ländern zusammen. Ziel ist es, eine marktwirtschaftliche, nachhaltige, ökologisch und sozial verträgliche Entwicklung des Wohnungs- und Gebäudewesens in Osteuropa (auch über die EU hinaus), dem Kaukasus und in Zentralasien zu unterstützen. http://www.iwoev.org/de

Die Living in Metropolises SCE mit beschränkter Haftung (LIM) wurde im Jahr 2018 als erste europäische Wohnungsgenossenschaft gegründet und hat das Ziel, die zum immateriellen Welterbe der UNESCO zählende Idee und Praxis der genossenschaftlichen Rechtsform zu stärken und mit zukunftsweisenden Projekten umzusetzen. Die LIM hat ein erstes Projekt in Treptow-Köpenick im Jahr 2020 umgesetzt und feierte die Grundsteinlegung. https://lim-coop.eu

Ergänzend zum national oder regional wirkenden Genossenschaftstypus auf dem Wohnungsmarkt zeichnet sich die LIM durch ihre europäische Kompetenz aus. Sie kann länderübergreifende Initiativen anstoßen und zugleich mit Partnerorganisationen vor Ort Bauprojekte realisieren oder auch mit Generalmietverträgen bewirtschaften.

Ihre Ansprechpartner bei der BBT sind

Aija Mezale
+49 30 26006-168
aija.mezale@bbt-gmbh.net

Johannes Jakobsmeyer
+49 30 26006-122
johannes.jakobsmeyer@bbt-gmbh.net